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Krankheitsratgeber

Was ist eine Achillessehnenentzündung? Welche Symptome treten auf? Wie erfolgen Diagnose und Behandlung?

Die Achillessehnenentzündung (Achillodynie bzw. Tendinitis) ist vor allem bei Läufern und aktiven Menschen eine häufige Beschwerde. Symptome wie Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung können Ihren Alltag beeinträchtigen. In diesem Beitrag beantworten wir die Fragen, was eine Achillessehnenentzündung ist, welche Symptome auftreten und wie sie diagnostiziert wird. Außerdem betrachten wir die Behandlungsmöglichkeiten und die Übungen bei Achillessehnenentzündung im Detail. Die Achillessehnenentzündung, die an der Rückseite Ihres Beins gelegenen…

Was ist eine Achillessehnenentzündung? Welche Symptome treten auf? Wie erfolgen Diagnose und Behandlung?

Die Entzündung der Achillessehne (Achillessehnentendinitis) ist vor allem bei Läufern und aktiven Menschen eine häufig auftretende Beschwerde. Symptome wie Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung können Ihren Alltag beeinträchtigen. In diesem Beitrag beantworten wir die Fragen, was eine Achillessehnenentzündung ist, welche Symptome sie hat und wie sie diagnostiziert wird. Außerdem betrachten wir die Behandlungsmöglichkeiten und die Übungen bei Achillessehnenentzündung im Detail.

Was ist eine Achillessehnenentzündung?

Die Achillessehnenentzündung ist eine Beschwerde, die durch Entzündung und Reizung der an der Rückseite Ihres Beins gelegenen Achillessehne entsteht. Dieser Zustand entwickelt sich infolge einer Überlastung der Sehne und kann mit der Zeit chronisch werden.

Die Achillessehne und ihre Funktion

Die Achillessehne ist die größte und stärkste Sehne in Ihrem Körper. Diese Struktur verbindet Ihre Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und spielt bei alltäglichen Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Springen eine entscheidende Rolle.

Ihre Sehne ist bei jedem Schritt beteiligt. Wenn Sie den Fuß vom Boden abheben und wieder aufsetzen, wirkt eine große Kraft auf diese Struktur. Besonders beim Laufen und Springen trägt die Achillessehne ein Mehrfaches Ihres Körpergewichts.

Dank dieser Sehne können Sie sich auf die Zehenspitzen stellen, Treppen steigen und laufen. Ihre Elastizität und Belastbarkeit bilden die Grundlage Ihrer körperlichen Aktivitäten.

Wie entsteht eine Tendinitis?

Die Achillessehnenentzündung entsteht durch sich wiederholende Bewegungen und übermäßige Beanspruchung. Wird Ihre Sehne dauerhaft belastet, sammeln sich kleine Risse und Schäden an. Ihr Körper versucht, diese Schäden zu reparieren, doch wenn die Ruhezeit nicht ausreicht, kommt es nicht zu einer vollständigen Heilung.

Mit der Zeit summieren sich diese Schäden und führen zu einer Verdickung und Verhärtung Ihrer Sehne. Der Entzündungsprozess setzt ein und die Sehnenstruktur wird geschwächt. Die Sehne verliert ihre normale Elastizität und wird anfälliger für weitere Verletzungen.

Die Steifigkeit, die Sie bei den ersten Schritten am Morgen oder zu Beginn einer Aktivität spüren, ist ein Anzeichen für diese Veränderungen in Ihrer Sehne. Nach dem Aufwärmen können die Schmerzen nachlassen, das Problem besteht jedoch weiter.

Nicht-insertionelle und insertionelle Achillessehnenentzündung

Bei der Frage, was eine Achillessehnenentzündung ist, muss man zwei verschiedene Typen erwähnen. Der nicht-insertionelle Typ entsteht im mittleren Teil Ihrer Sehne. Er tritt meist bei jungen und aktiven Menschen auf.

Die Symptome dieses Typs der Achillessehnenentzündung zeigen sich direkt unterhalb Ihres Wadenmuskels. Der verdickte Bereich der Sehne ist tastbar. Er ist bei Läufern und Sportlern häufiger.

Der insertionelle Typ hingegen entwickelt sich an der Stelle, an der Ihre Sehne am Fersenbein ansetzt. Er kann in jeder Altersgruppe auftreten, kommt aber häufiger bei Menschen mit sitzendem Lebensstil vor. In diesem Bereich können sich auch Knochensporne bilden.

Beide Typen zeigen ähnliche Symptome einer Achillessehnenentzündung, die Behandlungsansätze können sich jedoch unterscheiden. Eine frühzeitige Diagnose erhöht den Behandlungserfolg bei der Achillessehnenentzündung.

Symptome der Achillessehnenentzündung

Die Symptome zu erkennen ist der erste Schritt für ein frühes Eingreifen. Die Symptome einer Achillessehnenentzündung beginnen meist schleichend und verstärken sich mit der Zeit. An manchen Tagen sind sie leichter, an anderen können sie unerträglich werden.

Schmerzen und Steifigkeit

Wenn Sie morgens aus dem Bett aufstehen, spüren Sie einen stechenden Schmerz hinter der Ferse. Ihre ersten Schritte fallen besonders schwer. Diese Morgensteifigkeit ist ein charakteristisches Symptom der Achillessehnenentzündung.

Ihr Schmerz konzentriert sich meist auf den unteren Teil Ihres Wadenmuskels oder direkt oberhalb der Ferse. Bei Druck mit der Hand nimmt die Empfindlichkeit zu. Wenn Sie nach einer Phase der Ruhe mit einer Aktivität beginnen, ist der Schmerz besonders ausgeprägt.

Beim Treppensteigen oder beim Aufstellen auf die Zehenspitzen spüren Sie Beschwerden. Bei stark belastenden Aktivitäten wie Laufen wird der Schmerz schärfer. Nach dem Aufwärmen können die Symptome nachlassen, treten aber nach Beendigung der Aktivität wieder auf.

Selbst in Ruhe können Sie ein leichtes Pochen verspüren. Schmerzen, die Sie nachts aus dem Schlaf reißen, weisen auf den Schweregrad der Erkrankung hin. Bei kaltem Wetter verschlimmern sich die Symptome häufig.

Schwellung und Berührungsempfindlichkeit

Um Ihre Sehne herum entwickelt sich eine Schwellung. Diese Schwellung kann morgens deutlicher sein. Sie bemerken eine leichte Wölbung hinter Ihrem Sprunggelenk.

Der geschwollene Bereich ist berührungsempfindlich. Wenn enge Schuhe Druck ausüben, nehmen die Beschwerden zu. Ihre Sehne fühlt sich dicker und härter an als normal.

Außerdem kann im Bereich eine Rötung auftreten. Ihre Haut kann sich bei Berührung erwärmt anfühlen. Diese Wärme weist auf die darunter fortbestehende Entzündung hin.

Das Ödem kann mit der Zeit chronisch werden. Zwischen Morgen und Abend schwankt die Schwellung. Nach langem Stehen nimmt die Schwellung zu.

Bewegungseinschränkung und weitere Symptome

Sie können Ihr Sprunggelenk nicht mehr vollständig bewegen. Die Fähigkeit, den Fuß nach oben zu heben, nimmt ab. Selbst normales Gehen kann schwerfallen.

Ihre Beweglichkeit geht verloren. Bewegungen, die Sie früher problemlos ausgeführt haben, schmerzen nun. Alltägliche Aktivitäten wie Hocken oder Treppen hinuntergehen werden anstrengend.

Wenn Sie in Ihrer Sehne ein Knirschen oder Knacken hören, ist dies ein ernstes Warnzeichen. Diese Geräusche deuten auf einen Schaden innerhalb der Sehne hin. Solche Geräusche bei Bewegungen sollten nicht ignoriert werden.

Sie verspüren eine Schwäche im Bein. Beim Aufstellen auf die Zehenspitzen können Sie das Gleichgewicht verlieren. Das Stehen auf einem Bein fällt schwer. Es kann ein Hinken beginnen, das besonders nach längeren Spaziergängen deutlich wird.

Die Symptome treten meist einseitig auf, können aber auch an beiden Füßen vorkommen. Ihr Schmerz nach einer Aktivität kann 24 Stunden anhalten. Halten die Symptome über Wochen an, sollten Sie für die Behandlung der Achillessehnenentzündung unbedingt eine Fachärztin bzw. einen Facharzt aufsuchen.

Ursachen und Risikofaktoren der Achillessehnenentzündung

Bei der Entstehung der Achillessehnenentzündung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Ihr Lebensstil, Ihre anatomischen Eigenschaften und die von Ihnen ausgeübten Aktivitäten beeinflussen die Gesundheit Ihrer Sehne unmittelbar. Diese Faktoren zu verstehen hilft Ihnen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Überbeanspruchung und sportliche Aktivitäten

Eine plötzlich gesteigerte Aktivitätsintensität ist die Hauptursache einer Achillessehnenentzündung. Wenn Sie Ihre Laufstrecke innerhalb einer Woche verdoppeln, kann sich Ihre Sehne nicht an diese plötzliche Veränderung anpassen. Ihr Körper hat keine Anpassungszeit.

Sportarten wie Laufen, Basketball und Tennis beanspruchen Ihre Sehne ständig. Bei jedem Schritt und jedem Sprung entsteht eine hohe Spannung auf die Sehne. Diese wiederholten Bewegungen führen mit der Zeit zu Mikroschäden.

Wochenendsportler sind besonders gefährdet. An fünf Tagen der Woche inaktiv zu bleiben und an zwei Tagen intensiv aktiv zu sein, schadet Ihrer Sehne. Eine intermittierende Belastung statt regelmäßiger Aktivität erhöht das Verletzungsrisiko.

Unzureichendes Aufwärmen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Mit kalten Muskeln eine Aktivität zu beginnen, verringert die Elastizität der Sehne. Sportarten mit plötzlichem Start und Stopp sind ohne Aufwärmen gefährlicher.

Anatomische Faktoren

Ihre Fußform beeinflusst das Risiko einer Achillessehnenentzündung. Wenn Sie Plattfüße haben, wird Ihre Sehne beim Gehen zusätzlich gedehnt. Diese dauerhafte Spannung führt mit der Zeit zu Reizungen.

Auch die Verspannung Ihrer Wadenmuskulatur stellt ein Risiko dar. Verkürzte und angespannte Muskeln ziehen bei jeder Bewegung übermäßig an Ihrer Sehne. Mangelnde Flexibilität erzeugt selbst bei normalen Bewegungen Druck.

Ein Beinlängenunterschied stört Ihr Gleichgewicht. Ist ein Bein kürzer als das andere, verteilt sich Ihr Körpergewicht nicht gleichmäßig. Die Sehne auf der längeren Seite trägt dauerhaft mehr Last.

Außerdem gibt es Probleme mit der Ausrichtung des Sprunggelenks. Nach innen oder außen drehende Füße erzeugen abnorme Druckpunkte auf der Sehne. Dieses mechanische Ungleichgewicht löst eine Entzündung aus.

Alter und weitere Risikofaktoren

Mit zunehmendem Alter verändert sich Ihre Sehnenstruktur. Nach dem 30. Lebensjahr nimmt die Elastizität ab und die Durchblutung verlangsamt sich. Ihre Sehne heilt nicht mehr so leicht wie früher. Bei Menschen mittleren Alters und darüber tritt die Achillessehnenentzündung häufiger auf.

Auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Männer sind stärker betroffen als Frauen. Der Grund dafür ist, dass Männer häufiger an intensiveren und stärker belastenden Aktivitäten teilnehmen.

Einige Gesundheitszustände erhöhen das Risiko. Bei Diabetes verlangsamt sich die Heilung Ihrer Sehne. Medikamente gegen Bluthochdruck können die Sehnenstruktur schwächen. Auch Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis beeinflussen das Bindegewebe.

Ihr Körpergewicht übt zusätzlichen Druck auf Ihre Sehne aus. Überschüssige Kilos erhöhen bei jedem Schritt die Belastung. Adipositas erhöht das Risiko, eine Achillessehnenentzündung zu entwickeln.

Die falsche Schuhwahl wird häufig übersehen. Abgelaufene Sohlen, unzureichender Halt oder hochhackige Schuhe belasten Ihre Sehne. Wenn Sie Ihre Sportschuhe nicht regelmäßig wechseln, geht die Dämpfungseigenschaft verloren.

Bei kaltem Wetter werden Ihre Muskeln steifer. Wenn Sie im Winter im Freien trainieren, ist Ihre Sehne empfindlicher. Deshalb sollten Sie dem Aufwärmen zusätzlich Zeit widmen.

Diagnosemethoden bei der Achillessehnenentzündung

Eine korrekte Diagnose ist für eine wirksame Behandlung der Achillessehnenentzündung notwendig. Nachdem Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Ihre Symptome angehört hat, kommen verschiedene Methoden zur Beurteilung des Zustands Ihrer Sehne zum Einsatz. Dieser Prozess beginnt in der Regel mit der körperlichen Untersuchung und wird bei Bedarf durch bildgebende Verfahren ergänzt.

Körperliche Untersuchung

Zunächst betrachtet Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Ihr Bein und Ihr Sprunggelenk. Dabei wird geprüft, ob Schwellung, Rötung oder Verdickung im Sehnenbereich vorliegen. Die visuelle Beurteilung liefert erste Hinweise auf den Schweregrad des Problems.

Anschließend wird Ihre Sehne abgetastet. Durch leichten Druck mit den Fingern entlang der Sehne werden empfindliche Stellen bestimmt. Es wird auf verdicktes oder unregelmäßiges Gewebe geprüft. Sie geben dabei den Grad des empfundenen Schmerzes an.

Es werden Bewegungstests durchgeführt. Sie werden gebeten, Ihren Fuß nach oben und unten zu bewegen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt misst die Beweglichkeit Ihres Sprunggelenks. Sie können aufgefordert werden, sich auf die Zehenspitzen zu stellen oder auf einem Bein zu stehen. Bei diesen Bewegungen werden Schmerzen und Schwäche beurteilt.

Häufig wird der Thompson-Test angewendet. Wenn Sie auf dem Bauch liegen, drückt Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Ihre Wadenmuskulatur zusammen. Im Normalfall bewegt sich Ihr Fuß nach unten. Bleibt die Bewegung aus, kann dies ein Hinweis auf einen Sehnenriss sein. Der Test ist einfach, aber sehr aussagekräftig.

Außerdem wird Ihr Gangbild beobachtet. Hinken oder eine abnormale Schrittweise werden vermerkt. Auch das Treppensteigen kann getestet werden. Diese funktionellen Beurteilungen zeigen, wie stark Ihr Alltag beeinträchtigt ist.

Bildgebende Verfahren (MRT und Ultraschall)

Liefert die körperliche Untersuchung nicht genügend Informationen, werden bildgebende Verfahren eingesetzt. Der Ultraschall ist die am häufigsten verwendete erste bildgebende Technik. Das Gerät stellt mithilfe von Schallwellen die innere Struktur Ihrer Sehne dar.

Die Ultraschalluntersuchung ist schnell und schmerzfrei. Die Ärztin bzw. der Arzt führt einen Schallkopf über Ihre Sehne. Auf dem Bildschirm entstehen Echtzeitbilder. Sehnendicke, das Vorliegen von Rissen und die Durchblutung können beurteilt werden. In derselben Sitzung wird zum Vergleich auch Ihre gesunde Seite untersucht.

Diese Methode zeigt Flüssigkeitsansammlungen in der Sehne. Verkalkungen oder Knochensporne lassen sich feststellen. Dank der Echtzeitbildgebung kann die Ärztin bzw. der Arzt die Sehne während der Bewegung beobachten. Sie ist kostengünstig.

Die MRT-Bildgebung liefert detailliertere Informationen. Sie wird besonders bei komplexen Fällen bevorzugt. Jede Schicht Ihrer Sehne wird einzeln dargestellt. Auch Veränderungen im umgebenden Gewebe werden deutlich sichtbar.

Eine MRT-Untersuchung dauert etwa 30–45 Minuten. Sie müssen in der Röhre regungslos liegen. Das Geräusch ist recht laut, deshalb werden Ohrstöpsel gegeben. Die Ergebnisse geben eine klare Antwort auf die Frage, was eine Achillessehnenentzündung ist.

Dieses bildgebende Verfahren bestimmt den Grad der Sehnendegeneration. Es unterscheidet Teilrisse von vollständigen Rissen. Es liefert entscheidende Informationen für die Behandlungsplanung. Es hilft bei der Entscheidung, ob eine Operation erforderlich ist.

In einigen Fällen kann eine Röntgenaufnahme angefertigt werden. Das Röntgenbild zeigt die Sehne nicht, deckt jedoch Knochenprobleme auf. Knochensporne oder Verkalkungen werden erkannt. Es dient dazu, andere mögliche Ursachen auszuschließen.

Die Ergebnisse der Bildgebung werden zusammen mit den Befunden der körperlichen Untersuchung bewertet. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt kommt durch die Zusammenführung all dieser Informationen zur gesicherten Diagnose. Anschließend wird ein für Sie passender Behandlungsplan für die Achillessehnenentzündung erstellt.

Behandlung der Achillessehnenentzündung

Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach dem Schweregrad Ihres Zustands. Die meisten Fälle heilen mit konservativen Methoden ohne Operation. In chronischen und schweren Fällen kann jedoch ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein.

Behandlungsmethoden ohne Operation

Die erste Wahl ist stets der konservative Ansatz. Ihrer Sehne die Möglichkeit zur Ruhe zu geben, setzt den Heilungsprozess in Gang. Bei einem frühzeitigen Eingreifen sind einfache Methoden sehr wirksam.

Eine Eisanwendung verringert die Entzündung. Legen Sie mehrmals täglich 15–20 Minuten lang Eis auf den schmerzenden Bereich. Verwenden Sie ein dünnes Tuch, um direkten Kontakt des Eises mit der Haut zu vermeiden. Diese Anwendung reduziert die Schwellung rasch.

Kompressionsverbände bieten Unterstützung. Eine elastische Binde oder ein Kompressionsstrumpf übt leichten Druck auf Ihre Sehne aus. Sie sollten nicht zu fest wickeln, die Blutzirkulation darf nicht behindert werden. Besonders nach Aktivitäten ist die Anwendung nützlich.

Den Fuß oberhalb des Herzniveaus zu halten, verringert das Ödem. Legen Sie im Sitzen oder Liegen ein Kissen unter Ihren Fuß. Diese einfache Maßnahme verhindert Flüssigkeitsansammlungen.

Ruhe und Änderung der Aktivität

Sie sollten Laufen und Springen vorübergehend aufgeben. Meiden Sie stark belastende Sportarten, bis Ihre Sehne ausgeheilt ist. Diese Ruhephase dauert in der Regel zwischen einigen Wochen und einigen Monaten.

Wenden Sie sich stattdessen gering belastenden Aktivitäten zu. Schwimmen sorgt für Kondition, ohne Ihre Sehne zu belasten. Radfahren ist ebenfalls eine gute Alternative. Bei diesen Aktivitäten sollten Sie keine Schmerzen verspüren.

Nehmen Sie Änderungen an Ihrer täglichen Routine vor. Benutzen Sie statt der Treppe den Aufzug. Vermeiden Sie langes Stehen. Wenn Ihre Arbeit Stehen erfordert, legen Sie häufig Sitzpausen ein.

Übungen bei Achillessehnenentzündung

Dehnübungen sind die Grundlage der Behandlung. Das regelmäßige Dehnen Ihrer Wadenmuskulatur verringert die Spannung auf der Sehne. Stellen Sie sich vor eine Wand und beugen Sie sich nach vorn, wobei Sie ein Bein hinten lassen. Halten Sie die Position 30 Sekunden lang.

Exzentrische Kräftigungsübungen sind besonders wirksam. Heben Sie sich auf die Zehenspitzen und gehen Sie langsam wieder nach unten. Die Abwärtsbewegung sollte länger dauern als die Aufwärtsbewegung. Diese Übung stärkt die Sehnenstruktur.

Zu Beginn sollten die Übungen leicht sein. Steigern Sie mit der Zeit die Wiederholungszahl und den Schwierigkeitsgrad. Wenn Sie Schmerzen verspüren, hören Sie auf. Eine Physiotherapeutin bzw. ein Physiotherapeut kann Ihnen ein individuelles Programm erstellen.

Medikamentöse Therapie und Injektionen

Schmerzmittel lindern die Symptome. Medikamente wie Ibuprofen oder Naproxen verringern die Entzündung. Nehmen Sie sie zusammen mit einer Mahlzeit ein, das beugt Magenbeschwerden vor. Vermeiden Sie eine Langzeitanwendung.

Topische Cremes und Gele sorgen für lokale Linderung. Tragen Sie sie mehrmals täglich auf den betroffenen Bereich auf. Diese Produkte verringern systemische Nebenwirkungen. Wenden Sie sie bei einer Massage an, steigt die Wirksamkeit.

Kortikosteroid-Injektionen sind umstritten. Diese Injektionen können die Sehne schwächen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt empfiehlt sie außer in Notfällen nur selten. PRP-Injektionen werden als Alternative erwogen, ihre Wirksamkeit wird jedoch noch erforscht.

Chirurgische Behandlung

Die Operation ist der letzte Ausweg. Sprechen Sie auf eine sechsmonatige konservative Behandlung nicht an, wird ein chirurgischer Eingriff erwogen. Bei schweren Schäden oder einem Riss Ihrer Sehne kann ein frühzeitiges Eingreifen erforderlich sein.

Während der Operation wird das geschädigte Gewebe entfernt. Die Chirurgin bzw. der Chirurg entfernt die degenerierten Anteile. Sind Knochensporne vorhanden, werden auch diese abgetragen. Der Heilungsprozess dauert mehrere Monate.

Die Rehabilitation nach der Operation ist entscheidend. In den ersten Wochen tragen Sie einen Gips oder einen Spezialstiefel. Danach beginnt die Physiotherapie. Die vollständige Heilung und die Rückkehr zum Sport dauern in der Regel 4–6 Monate.

Häufig gestellte Fragen

Patientinnen und Patienten stellen sich bei der Achillessehnenentzündung ähnliche Fragen. Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen, Situationen im Behandlungsverlauf besser zu verstehen.


Wie lange dauert die Heilung einer Achillessehnenentzündung?

Die Heilungsdauer hängt vom Schweregrad Ihres Zustands ab. Leichte Fälle bessern sich innerhalb von 2–4 Wochen. Mittelschwere Probleme erfordern 6–12 Wochen Behandlung. Eine chronische Achillessehnenentzündung kann 3–6 Monate dauern. Wenn Sie früh mit der Behandlung beginnen, steigt Ihre Heilungschance. Halten Sie Ruhe und Übungen ein, beschleunigt sich der Prozess.


Wann kann ich wieder Sport treiben?

Zu große Eile führt zu erneuten Verletzungen. Auch wenn Sie schmerzfrei sind, beginnen Sie nicht sofort mit intensiver Aktivität. Beginnen Sie zunächst mit leichten Bewegungen wie Spazierengehen. Versuchen Sie anschließend Läufe in langsamem Tempo. Wenn Sie überhaupt keine Schmerzen spüren, steigern Sie die Intensität schrittweise. In der Regel ist die Rückkehr zum Sport 4–6 Wochen nach der vollständigen Heilung sicher. Beginnen Sie ohne die Zustimmung Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes keine anstrengenden Aktivitäten.


Kann eine Achillessehnenentzündung erneut auftreten?

Wenn Sie keine Vorsorge treffen, ist das Rückfallrisiko hoch. Führen Sie nach der Heilung regelmäßig Dehnübungen durch. Steigern Sie Ihr Aktivitätsniveau nicht abrupt. Tragen Sie weiterhin geeignetes Schuhwerk. Halten Sie Ihre Wadenmuskulatur kräftig. Diese Gewohnheiten verringern die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs.


Welche Schuhe sollte ich bevorzugen?

Wählen Sie Schuhe mit ausreichendem Fersenhalt. Wichtig ist, dass die Sohle weich und flexibel ist. Tauschen Sie abgenutzte Schuhe sofort aus. Vermeiden Sie hochhackige Schuhe. Auch Sportschuhe mit flacher oder sehr dünner Sohle sind nicht geeignet. Verwenden Sie bei Bedarf orthopädische Einlagen.


Worauf sollte ich im Alltag achten?

Bewegen Sie sich beim Treppensteigen langsam. Vermeiden Sie abrupte Bewegungen. Gehen Sie nach dem Aufstehen am Morgen nicht direkt los, sondern führen Sie zuerst leichte Dehnübungen durch. Wenn Sie lange stehen müssen, setzen Sie sich zwischendurch hin. Gehen Sie nicht barfuß auf kalten Böden oder Oberflächen. Wärmen Sie sich vor Aktivitäten unbedingt auf.


Heilt eine Achillessehnenentzündung vollständig aus?

Die meisten Menschen heilen vollständig aus. Eine frühzeitige Diagnose und die richtige Behandlung erhöhen Ihre Erfolgschancen. In einigen Fällen kann jedoch eine bleibende Schwäche zurückbleiben. In chronischen Fällen erlangt die Sehnenstruktur möglicherweise nicht mehr ihren ursprünglichen Zustand. Regelmäßige Übungen bei Achillessehnenentzündung und Vorsichtsmaßnahmen sollten lebenslang fortgeführt werden.


Zu welcher Ärztin bzw. welchem Arzt sollte ich bei einer Achillessehnenentzündung gehen?

Wenden Sie sich an eine Fachärztin bzw. einen Facharzt für Orthopädie. Auch Sportmediziner sind auf diesem Gebiet erfahren. Eine Fachärztin bzw. ein Facharzt für Physikalische Medizin unterstützt Sie im Rehabilitationsprozess. Ihre erste Anlaufstelle kann Ihre Hausärztin bzw. Ihr Hausarzt sein, die bzw. der Sie bei Bedarf überweist.


Was soll ich tun, wenn die Übungen Schmerzen verursachen?

Leichte Beschwerden sind normal, ein stechender Schmerz ist jedoch ein Warnzeichen. Wenn Sie Schmerzen verspüren, beenden Sie die Übung. Verringern Sie die Intensität der Bewegung. Reduzieren Sie die Wiederholungszahl. Ruhen Sie einige Tage aus und versuchen Sie es dann erneut. Bei anhaltenden Schmerzen informieren Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.


Soll ich Kälte oder Wärme anwenden?

In der akuten Phase verwenden Sie Eis. Wenden Sie in den ersten 48–72 Stunden Kälte an. Sie verringert Schwellung und Schmerzen. In der chronischen Phase kann leichte Wärme nützlich sein. Eis ist jedoch in der Regel sicherer. Wenden Sie niemals zu große Hitze an.


Was passiert, wenn sie nicht behandelt wird?

Eine vernachlässigte Achillessehnenentzündung verschlimmert sich. Die Sehne wird zunehmend schwächer und das Rissrisiko steigt. Ein vollständiger Abriss ist eine schwerwiegende Komplikation und erfordert eine Operation. Außerdem mindern chronische Schmerzen Ihre Lebensqualität. Ein frühzeitiges Eingreifen ist stets das Beste.

Zusammenfassung: Achillessehnenentzündung

Die Achillessehnenentzündung ist eine Beschwerde, die bei frühzeitigem Eingreifen vollständig ausheilen kann. Ignorieren Sie die Schmerzen hinter Ihrer Ferse nicht. Werden Sie sofort aktiv, wenn Sie die Symptome bemerken. Ruhe, Eisanwendung und regelmäßige Übungen reichen in den meisten Fällen aus.

Seien Sie im Behandlungsverlauf geduldig. Zu überstürzt und zu früh zum Sport zurückzukehren, kann den Zustand weiter verschlimmern. Schrittweises Vorgehen ist der Schlüssel. Die richtige Schuhwahl und eine langsame Steigerung Ihres Aktivitätsniveaus beugen einem Rückfall vor.

Wenn Sie anhaltende Beschwerden haben, suchen Sie unbedingt eine Fachärztin bzw. einen Facharzt auf. Mit dem passenden Behandlungsplan können Sie schmerzfrei in Ihren Alltag zurückkehren.

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