
Krätze ist eine ansteckende Hauterkrankung. Sie entsteht in der Regel dadurch, dass sich mikroskopisch kleine Milben namens Sarcoptes scabiei im menschlichen Körper einnisten. Zu den Symptomen gehören starker Juckreiz, insbesondere ein nächtlicher Juckreiz, Hautausschläge, Rötungen, Bläschen und Krustenbildung. Krätze kann in jedem Alter und in allen sozioökonomischen Gruppen auftreten, ist jedoch unter beengten Lebensbedingungen und dort, wo die Hygienestandards niedrig sind, weiter verbreitet.
Was ist Krätze?
Krätze ist eine Erkrankung, die dadurch entsteht, dass sich die Milbe Sarcoptes scabiei im Körper ansiedelt und dort Juckreiz verursacht. Diese winzigen parasitären Tiere graben kleine Gänge unter der Hautoberfläche. Mit der Zeit verursachen sie kleine rote Flecken auf der Haut und starken Juckreiz. Krätze wird leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Auch Tiere können sich mit Krätze anstecken, die Milben unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau etwas. Die Parasiten, die in der Regel Haustiere befallen, können sich nicht dauerhaft an das Leben im menschlichen Körper anpassen. Allerdings können Menschen auf Milben, die sich auf Ihrem Haustier befinden, mit einer Art Reaktion reagieren.
Welche Symptome treten bei Krätze auf?
Betroffene Personen können sich 4 bis 6 Wochen nach der Ansteckung mit Krätze infiziert haben, bevor die ersten Symptome in Form von roten Hautausschlägen und Schwellungen auftreten. Die sehr kleinen Stellen auf der Haut können Stichen oder Pickeln ähneln. Der Hautausschlag breitet sich über einige Wochen oder Monate langsam aus. Neben der Rötung gehören zu den Symptomen der Krätze unter anderem:
Starker Juckreiz, der sich nachts verschlimmert und das Einschlafen erschweren kann
Schwellungen, die sich infolge des Kratzens manchmal entzünden
Hautausschlag in Form von feinen grauen oder hautfarbenen Linien
Bläschen, Rötungen und kleine rote Punkte auf der Haut
Krustenbildung auf den Hautausschlägen
Reizungen, Wunden und Infektionen der Haut infolge starken Juckreizes
Juckreiz, der durch Erwärmung der Haut zunimmt, etwa durch eine heiße Dusche oder beim Schlafengehen im warmen Bett
Außerdem kann bei Kindern, die an Krätze erkrankt sind, der gesamte Körper jucken. Kinder können durch den nächtlichen Juckreiz und den daraus resultierenden Schlafmangel gereizt oder müde sein.
Wie entsteht ein Krätzebiss?
Bei den meisten Krätzepatienten können 10 bis 15 Milben vorhanden sein, und jede Milbe ist kürzer als einen halben Millimeter. Deshalb sind Milben nur schwer zu erkennen. Mit bloßem Auge betrachtet können sie auf der Haut wie kleine schwarze Punkte aussehen. Ein Krätzebiss zeigt sich meist in Form kleiner roter Punkte oder Bläschen. Diese Bläschen treten in der Regel vor allem in den Hautfalten und zwischen den Fingern auf. Der Juckreiz wird besonders nachts stärker und nimmt mit der Zeit weiter zu.
Wie wird Krätze diagnostiziert?
In den meisten Fällen kann der Arzt die Diagnose anhand des Erscheinungsbilds der Hautausschläge und der Schilderung des Juckreizes durch den Patienten stellen. Zu den Methoden, die bei der Diagnose von Krätze eingesetzt werden, gehören:
Untersuchung eines Hautabschabsels: Der Arzt entnimmt von bestimmten Hautbereichen eine Hautprobe (Abschabsel) und untersucht sie unter dem Mikroskop. Diese Abschabsel werden unter dem Mikroskop untersucht, um das Vorhandensein der Krätzmilben Sarcoptes scabiei sowie ihrer Eier zu bestätigen.
PCR-Tests: Zur Unterstützung der Diagnose von Krätze kann der Arzt molekularbiologische Tests wie die PCR (Polymerase-Kettenreaktion) anordnen. Diese Tests können die DNA der Krätzmilben nachweisen und die Diagnose bestätigen.
Wie wird Krätze behandelt?
Zur Behandlung von Krätze, bei der die Krätzmilbe abgetötet werden soll, werden vom Arzt am häufigsten zwei Behandlungsmethoden eingesetzt: Permethrin-Cremes. Der Arzt kann anweisen, das verordnete Arzneimittel vom Hals abwärts auf den gesamten Körper aufzutragen. Manchmal muss die Lotion unter ärztlicher Kontrolle zweimal aufgetragen werden. In einigen Fällen kann der Arzt Antihistaminika empfehlen, die zur Linderung des Juckreizes oral und als Creme eingenommen werden können.
Da sich Krätze sehr leicht ausbreitet, ist es wichtig, dass alle Personen im Haushalt und andere enge Kontaktpersonen gleichzeitig behandelt werden. Dies trägt dazu bei, die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern und das Risiko einer Neuinfektion zu verringern. Außerdem sollten die persönlichen Gegenstände der infizierten Person (z. B. Kleidung, Bettwäsche, Handtücher) häufig gewaschen oder bei hoher Temperatur getrocknet werden. Dies kann dazu beitragen, die Parasiten abzutöten. Flächen und Umgebungen, mit denen die infizierte Person in Kontakt war, sollten gereinigt und desinfiziert werden. Insbesondere das Schlafzimmer, Sessel und andere Möbel sollten regelmäßig gereinigt und abgesaugt werden.
Nach der Behandlung sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob die Symptome verschwunden sind und ob die Hautveränderungen abgeheilt sind. Bei Bedarf kann der Arzt die Behandlung neu bewerten oder eine andere Behandlungsmethode vorschlagen. Ihr Gesundheitsdienstleister wird Sie wahrscheinlich bitten, das Arzneimittel vom Hals abwärts auf Ihren gesamten Körper aufzutragen. Manchmal müssen Sie die Lotion zweimal auftragen. Wenn neue Symptome auftreten, kann eine weitere Behandlung erforderlich sein.
Wie verläuft die Zeit nach der Krätzebehandlung?
Nach der Behandlung sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Symptome auf der Haut nicht rasch abklingen, sich verschlimmern oder erneut auftreten. Folgende Maßnahmen sind nach der Behandlung zu beachten:
Arztkontrollen: Nach der Behandlung werden der Patient sowie die anderen Personen, die mit der infizierten Person im selben Haushalt leben, regelmäßig vom Arzt kontrolliert. Der Grund dafür ist, dass die Behandlung in einigen Fällen wiederholt oder angepasst werden muss. Außerdem ist die Mitarbeit und Kontrolle durch die Familienangehörigen wichtig, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern und das Risiko einer Neuinfektion zu verringern.
Persönliche und häusliche Hygiene: Krätzmilben können auf Kleidung, Bettwäsche oder Handtüchern, die von einer infizierten Person benutzt wurden, bis zu zwei bis drei Tage überleben. Um die Krätzmilben zu beseitigen, müssen die Bettwäsche und die Kleidung, die die infizierte Person verwendet hat, gewaschen werden. Es ist wichtig, die Gegenstände mit heißem Wasser zu waschen und zu trocknen.
Häufig gestellte Fragen
Krätze kann an jeder Stelle der Haut auftreten. Die Milben bevorzugen jedoch bestimmte Körperstellen. Zu den Stellen, an denen Juckreiz und Hautausschläge am häufigsten auftreten, gehören:
Hände: Krätzmilben graben sich zu Beginn gerne in die Haut zwischen den Fingern und um die Fingernägel ein.
Arme, Ellenbogen und Handgelenke: Ausgangspunkt sind meist Hautfalten wie die Zwischenfingerräume, Handgelenke, Ellenbogen, Achselhöhlen, Brustwarzen, Taille, Genitalbereich und Gesäß. Diese Bereiche sind feucht und warm, sodass Krätzmilben die Haut dort leicht erreichen und sich vermehren können.
Die Dauer der Krätze kann je nachdem, wie früh mit der Behandlung begonnen wurde und wie gut sie anschlägt, unterschiedlich sein. In der Regel lassen sich die Symptome der Krätze innerhalb weniger Tage nach Behandlungsbeginn lindern. Bis die Krätzmilbe vollständig aus dem Körper entfernt ist und die Erkrankung vollständig abgeheilt ist, können einige Wochen vergehen. Bei Krätze kann das Auflegen kühler Umschläge hilfreich sein. Kühle Anwendungen können dazu beitragen, den Juckreiz zu betäuben und die Entzündung zu verringern. Krätze und Nesselsucht sind in Bezug auf Hautsymptome und Ursachen zwei verschiedene Hauterkrankungen. Krätze ist eine durch Milben verursachte Infektion, Nesselsucht dagegen eine allergische Reaktion. Bei Krätze treten die Hautausschläge meist in Hautfalten wie den Zwischenfingerräumen sowie an den Innenseiten von Handgelenken und Ellenbogen auf, bei Nesselsucht können die Hautausschläge am ganzen Körper vorkommen. Nesselsucht zeigt sich meist als juckende, erhabene Quaddeln oder Flecken. Sie können rot, rosa oder in der gleichen Farbe wie Ihre Haut erscheinen. Einzelne Punkte, Flecken oder großflächige zusammenhängende Erhebungen können sichtbar sein. Der Krätze-Ausschlag dagegen ähnelt Bläschen oder Pickeln, es handelt sich um rosafarbene Erhebungen, deren Oberseite mit Flüssigkeit gefüllt ist. Krätze kann außerdem zusätzlich zu roten Schwellungen auf der Haut graue Linien verursachen. Ein weiteres häufiges Symptom, durch das sich Krätze von Nesselsucht unterscheidet, sind nächtlich verstärkte Hautausschläge und starker Juckreiz. Krätze ist keine Erkrankung, die von selbst wieder verschwindet. Solange Krätzmilben und ihre Eier in der Haut verbleiben, bestehen Juckreiz und Hautausschlag weiter. Wird Krätze nicht behandelt, können sich die Symptome im Laufe der Zeit verstärken und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Unbehandelte oder zu spät behandelte Krätze kann zu Verletzungen der Haut und bakteriellen Infektionen führen. Die Borkenkrätze, auch als norwegische Krätze bekannt, ist die schwerste Form der Krätze. Sie tritt häufiger bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem und bei älteren Menschen auf. Sie entsteht durch einen starken Befall mit dem Krätzeparasiten. Krätze ist eine hochansteckende Hautinfektion und kann durch Körperkontakt leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Der direkte Kontakt mit einer infizierten Person ist der häufigste Übertragungsweg. Die Inkubationszeit der Krätze beträgt in der Regel 4 bis 6 Wochen. Die Inkubationszeit kann jedoch je nach Immunsystem der betroffenen Person, Anzahl der Parasiten und dem Ausmaß des Kontakts unterschiedlich sein. Auch wenn bei infizierten Personen noch keine Symptome aufgetreten sind, können sie während der Inkubationszeit die Krätze weitergeben. Die Behandlung der Krätze in der Schwangerschaft sollte sorgfältig geplant werden, wobei die Gesundheit der werdenden Mutter und des Babys berücksichtigt wird. In der Regel verschreiben Ärzte in der Schwangerschaft zur Behandlung der Krätze sichere und wirksame Präparate zur Anwendung auf der Haut.
Krätze ist eine Erkrankung, die sich durch starken Juckreiz äußert, der nachts zunimmt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung helfen, die Symptome zu lindern und die Ansteckung zu verringern. Daher ist es wichtig, dass Personen mit Krätze-Symptomen einen Termin in der Hautsprechstunde vereinbaren und mit der Behandlung beginnen.
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