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Krankheitsratgeber

Was ist ein Hämangiom? Symptome, Diagnose und Behandlungsmethoden

Hämangiome, auch Blutschwämme genannt, sind gutartige Tumoren, die durch ein abnormales Wachstum der Blutgefäße entstehen. Als häufigste gutartige Tumoren des Säuglingsalters bilden sie sich nach einer gewissen Wachstumsphase meist von selbst zurück.

Was ist ein Hämangiom? Symptome, Diagnose und Behandlungsmethoden

Hämangiom

Hämangiome, also Blutschwämme, sind gutartige Tumoren, die durch ein abnormales Wachstum der Blutgefäße verursacht werden. Als die am häufigsten auftretenden gutartigen Tumoren des Säuglingsalters können sich Hämangiome nach einer gewissen Wachstumsphase in der Regel von selbst zurückbilden. Sie können jedoch auch persistieren und weiter wachsen. Manchmal können diese gutartigen Tumoren bluten oder offene Wunden verursachen. In diesem Fall kann es erforderlich sein, das Hämangiom mit verschiedenen Behandlungsmethoden wie Medikamenten, Cremes oder einer Lasertherapie zu behandeln.

Was ist ein Hämangiom?

Hämangiome sind gutartige Tumoren, die infolge des abnormalen Wachstums und der Erweiterung von Blutgefäßen aus jeglichen Gründen entstehen. Hämangiome können bei hellhäutigen Menschen in der Regel rot oder lila und bei dunkelhäutigen Menschen braun erscheinen. Bei Säuglingen sind Hämangiome als die am häufigsten vorkommenden gutartigen vaskulären Tumoren bekannt. Studien zufolge treten Hämangiome bei etwa 4-5 % der Neugeborenen auf. Darüber hinaus ist das Auftreten von Hämangiomen auch bei Erwachsenen ein häufiges Phänomen. Einige Untersuchungen zeigen, dass 3 von 4 Erwachsenen über 75 Jahren ein Hämangiom haben.

Hämangiome, die umgangssprachlich auch unter verschiedenen Namen wie Blutschwamm oder Gefäßknäuel bekannt sind, werden je nach Eigenschaften wie Größe, Erscheinungsbild und Lage auf der Haut in verschiedene Klassen unterteilt. Dementsprechend sind die Hauptarten von Hämangiomen:

Kapilläres Hämangiom: Das kapillare Hämangiom ist die am häufigsten auftretende Hämangiomart. Es entsteht durch den Zusammenschluss vieler kleiner Kapillargefäße. Infantile Hämangiome, die bei Säuglingen häufig vorkommen und auch als Erdbeer-Hämangiome bezeichnet werden, sowie Kirsch-Hämangiome bei Erwachsenen fallen in diese Kategorie. Da sie sich nahe der Hautoberfläche befinden, weisen kapillare Hämangiome meist eine leuchtend rote Farbe auf.

Kavernöses Hämangiom: Das kavernöse Hämangiom hingegen besteht aus größeren Gefäßräumen. Zwischen diesen Gefäßen befinden sich weite, blutgefüllte Herräumer. Sie können verschiedene Blutungs- und Gerinnungsprobleme verursachen. Kavernöse Hämangiome entwickeln sich in der Regel um die Augen herum und in tieferen Hautschichten. Dies kann zu Sehproblemen wie Glaukom, Katarakt oder Amblyopie führen.

Zusätzlich können einige Hämangiome sowohl kapillare als auch kavernöse Merkmale aufweisen. Hämangiome, die die Eigenschaften beider Arten beinhalten, werden als kombinierte Hämangiome bezeichnet.

Was sind die Symptome eines Hämangioms?

Hämangiome verursachen beim Entstehen oder danach möglicherweise keinerlei Beschwerden. Je nach ihrem Standort und ihrer Größe können jedoch bestimmte Symptome auftreten. Insbesondere wenn das Hämangiom groß ist, sich in einem empfindlichen Bereich – wie beispielsweise dem Genitalbereich – befindet oder mehrere Hämangiome vorliegen, können gewisse Symptome auftreten. Hämangiome auf der Haut beginnen meist in Form kleiner roter Linien oder bläschenartiger Schwellungen. Mit zunehmendem Wachstum ähneln sie einem von Dunkelrot bis Bordeauxrot reichenden Muttermal. Wegen dieses Erscheinungsbildes werden sie bisweilen auch als „Erdbeer-Hämangiom“ bezeichnet. Wenn sie sich nahe der Hautoberfläche befinden, können sie leuchtend rot und inperipheren Tiefen lila oder bläulich sein.

Hämangiome weisen im Allgemeinen eine Größe zwischen 0,64 cm und 5,1 cm auf. Während ein Hämangiom an einer einzigen Stelle des Körpers – beispielsweise an einem Bein – auftreten kann, kann es am Körper auch in Clustern vorkommen. Obwohl Hämangiome auf der Haut in der Regel keine Schmerzen verursachen, können sie in manchen Fällen empfindlich werden.

Dementsprechend sind die Hauptsymptome von Hämangiomen:

Rote, lila oder bläulich erscheinende Flecken auf der Haut,

Eine Vorwölbung auf der Hautoberfläche,

Eine Einengung des Gesichtsfeldes oder ein hängendes Augenlid, falls sich ein Hämangiom am Augenlid befindet.

Hämangiome können auch in inneren Organen entstehen, ohne jegliche Symptome zu zeigen. Die Leber ist das am häufigsten betroffene Organ für die Bildung von Hämangiomen. Die genaue Ursache der Hämangiombildung in der Leber ist nicht bekannt. Hämangiome beeinträchtigen die Leberfunktion in der Regel nicht.

Wenn das Hämangiom in einem Organ jedoch groß ist oder zahlreich vorkommt, kann es die Funktion der Organe negativ beeinflussen.

Was sind die Ursachen für ein Hämangiom?

Obwohl die genaue Ursache von Hämangiomen nicht bekannt ist, zeigen Studien, dass bestimmte Faktoren das Risiko für Hämangiome erhöhen können. Dementsprechend sind die Hauptrisikofaktoren für Hämangiome:

Alter: Hämangiome treten meist bei Neugeborenen auf. Bei Säuglingen sind Hämangiome insbesondere im Alter zwischen 2 Monaten und 2 Jahren verbreiteter.

Frühgeburt: Studien zeigen, dass Blutschwämme bei Frühgeborenen häufiger vorkommen.

Geschlecht: Obwohl der genaue Grund nicht bekannt ist, zeigen Studien, dass das Risiko für Hämangiome bei Frauen im Vergleich zu Männern höher ist.

Helle Hautfarbe: Bei hellhäutigen Säuglingen werden Hämangiome häufiger festgestellt.

Zudem wird vermutet, dass sich im Körper von Babys, die im Mutterleib nicht genügend Sauerstoff erhalten, in bestimmten Bereichen mehr Blutgefäße als normal bilden, was zu Hämangiomen führt.

Wie wird ein Hämangiom diagnostiziert?

Da Hämangiome Flecken sind, die auf der Hautoberfläche sichtbar sind, kann die Diagnose meist leicht durch eine körperliche Untersuchung gestellt werden. Die auf der Haut sichtbaren erhabenen, roten, lila oder braunen Formationen geben Ärzten wichtige Hinweise auf ein Hämangiom. Diese besonders bei Säuglingen häufigen Läsionen treten innerhalb weniger Wochen nach der Geburt auf und können rasant wachsen. Ärzte können die Diagnose anhand von Eigenschaften wie Wachstumsgeschwindigkeit, Farbe und Form dieser Formationen meist problemlos stellen.

Hämangiome können manchmal in Organen wie Leber, Nieren oder Gehirn auftreten. In solchen Fällen kann es erforderlich sein, bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) einzusetzen. Wenn Ärzte infolge der durchgeführten Untersuchungen eine verdächtige Formation feststellen, können sie entscheiden, eine Biopsie (Entnahme einer kleinen Gewebeprobe) durchzuführen. Bei den meisten Patienten können Hämangiome in Organen auch zufällig während Untersuchungen entdeckt werden, die aus einem anderen Grund durchgeführt wurden.

Wie wird ein Hämangiom behandelt?

Die Behandlung von Hämangiomen kann je nach Faktoren wie Art, Größe, Lage des Hämangioms oder dem Vorliegen von Beschwerden variieren. Unter normalen Umständen verschwinden die meisten kleinen Hämangiome im Laufe der Zeit von selbst, ohne Probleme zu verursachen. Es ist jedoch erforderlich, das Baby regelmäßig zu überwachen und zu kontrollieren, ob ein anormales Wachstum vorliegt. Da Hämangiome im ersten Lebensjahr am besten auf eine Behandlung ansprechen, sollten sie engmaschig beobachtet und ohne Verzögerung behandelt werden.

Einige Hämangiome können jedoch rasant wachsen und je nach Entstehungsort verschiedene Symptome verursachen – von Seh- und Hörproblemen bis hin zu Verdauungsproblemen wie Übelkeit und Appetitlosigkeit. Darüber hinaus können sich, wenn auch selten, Probleme wie Wunden und Blutungen auf den Hämangiomen entwickeln. Zudem können Hämangiome in Bereichen wie dem Gesicht ästhetisch störend sein.

Die erste Wahl in der Behandlung ist ein Medikament namens Propranolol. Hierbei handelt es sich um ein Medikament in Form eines Sirups für Babys. Vor Beginn der Behandlung sollte eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, um festzustellen, ob sich Hämangiome in der Leber oder im Kopfbereich befinden. Zudem wird vor Beginn der Medikamenteneinnahme eine Untersuchung durch die pädiatrische Kardiologie empfohlen.

Meistens können bei oberflächlichen Läsionen Behandlungsmethoden wie eine medikamentöse Therapie, topisch angewendete Gele oder eine Lasertherapie dazu beitragen, dass die Läsion schrumpft. Darüber hinaus kann in resistenten Fällen durch den Einsatz von Techniken wie Sklerotherapie oder Embolisation der Blutfluss zum Hämangiom unterbrochen werden, um eine Verkleinerung der Läsion zu bewirken. Bei größeren und tiefer liegenden Blutschwämmen kann ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Läsion erforderlich sein.

Häufig gestellte Fragen

Obwohl Hämangiome Menschen jeder Altersgruppe betreffen, kommen sie bei Säuglingen im Allgemeinen häufiger vor. Studien zeigen, dass etwa 4-5 % der Neugeborenen Hämangiome aufweisen. Sie werden besonders häufig bei Frühgeborenen und Babys mit niedrigem Geburtsgewicht angetroffen. Darüber hinaus ist das Risiko für die Bildung von Hämangiomen bei hellhäutigen Babys und Frauen höher. Ob ein Hämangiom bei der Geburt erkennbar ist oder nicht, variiert je nach Art des Hämangioms. Während angeborene Hämangiome bei der Geburt sichtbar sind, sind infantile Hämangiome, die häufigste Art von Hämangiomen, bei der Geburt meist nicht zu sehen, sondern treten innerhalb von 1 bis 4 Wochen nach der Geburt in Form einer kleinen Rötung oder eines Flecks auf. Insbesondere kleine Hämangiome können ohne jegliche Behandlung von selbst abklingen. Dies trifft jedoch nicht auf jeden Patienten und jede Hämangiomart zu. Daher ist es ratsam, einen Facharzt für pädiatrische Hämatologie zu konsultieren, um abzuklären, ob das Hämangiom Ihres Babys eine Behandlung erfordert. Hämangiome sind gutartige (benigne) vaskuläre Tumoren und tragen kein Risiko, zu Krebs zu werden. Obwohl Hämangiome durch eine übermäßige Vermehrung von Gefäßzellen entstehen, ist dieses Wachstum weder unkontrolliert noch schädlich. Kleine Hämangiome können im Laufe der Zeit von selbst heilen, ohne eine Behandlung zu erfordern. Hämangiome, insbesondere im Bereich des Gesichts, der Ohren, der Nasenlöcher und der Analregion, sollten ohne Zeitverlust rasch behandelt werden. Da der größte Nutzen aus der Behandlung im ersten Lebensjahr gezogen wird, sollten Säuglinge ab der Geburt von einem Facharzt für pädiatrische Hämatologie engmaschig überwacht werden. Hämangiome verlaufen bei Babys in zwei Phasen. In der ersten Phase, der Proliferationsphase, wächst das Hämangiom rasant, danach beginnt es zu schrumpfen. Diese als Involution bezeichnete Phase beginnt in der Regel, wenn das Baby 12 bis 18 Monate alt ist, und kann Jahre dauern, bis sie abgeschlossen ist. Eine Lasertherapie kann insbesondere bei oberflächlichen, kleinen und haurnahen Hämangiomen wirksam sein. Bei der Behandlung tiefer liegender Hämangiome reicht der Laser jedoch möglicherweise nicht aus. Hämangiome sind gutartige Tumoren, das heißt, die meisten sind nicht gefährlich. Je nach ihrer Lokalisierung können Hämangiome jedoch lebenswichtige Funktionen wie Sehen, Atmung oder Nahrungsaufnahme beeinträchtigen. Zudem kann bei Hämangiomen mit wunden Stellen das Risiko einer Infektion bestehen. Hämangiome können insbesondere im ersten Lebensjahr rasant wachsen. Nach ihrem einmaligen Auftreten bilden sich Hämangiome in der Regel mit der Zeit zurück und verschwinden. In den meisten Fällen entstehen sie in demselben Bereich nicht erneut. Nach einer Erstbeurteilung durch Kinderärzte werden Säuglinge mit Hämangiomen an einen Facharzt für pädiatrische Hämatologie überwiesen. Die Behandlungsentscheidung, die Dauer und die Art der zu verabreichenden Behandlung werden vom Facharzt für pädiatrische Hämatologie festgelegt. Resistente Fälle und Patienten, bei denen kein Ansprechen auf die medikamentöse Therapie erzielt wird, sollten zudem von einem Facharzt für Dermatologie und Kinderchirurgie begutachtet werden.

Wenn Ihr Baby oder ein Angehöriger Symptome eines Hämangioms aufweist, wenden Sie sich unverzüglich an einen Facharzt. Für eine frühzeitige Diagnose und die richtige Behandlung können Sie einen Termin bei unseren Spezialisten der Abteilung für pädiatrische Hämatologie des Hisar Hospital vereinbaren. Kontaktieren Sie uns jetzt für eine gesunde Zukunft.

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