In den letzten Jahren haben die raschen Fortschritte in der Biomaterialtechnologie dazu geführt, dass selbstauflösende Implantate bei zahlreichen Erkrankungen der Orthopädie und Unfallchirurgie Metallimplantate zu ersetzen beginnen.
Die Orthopäden und Unfallchirurgen von Hisar Hospital Intercontinental weisen darauf hin, dass diese Implantate, die etwa 20 Jahre lang nur bei kleinen Knochenbrüchen der Hand verwendet werden konnten, inzwischen in allen Bereichen der Orthopädie und Unfallchirurgie eingesetzt werden. Sie erklären: „Heute verwenden wir selbstauflösende Implantate nicht mehr nur bei kleinen Knochenbrüchen, sondern vor allem bei allen Knochen, die keine Last tragen und mechanisch keinem starken Druck ausgesetzt sind. Diese Implantate werden als ‚bioabsorbierbare‘ Implantate bezeichnet, und nach einer bestimmten Zeit verbinden sie sich tatsächlich mit dem Knochen und verschwinden. Zudem zeigen biomechanische Untersuchungen, dass diese Implantate leichter sind als Metalle und dieselbe Belastbarkeit aufweisen. Außerdem können sie neben Frakturen besonders bei der Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes im Knie sowie bei der Reparatur von Sehnen- und Kapselrissen an der Schulter bei Sportverletzungen sicher eingesetzt werden. So können Patienten durch eine frühe Rehabilitation in sehr kurzer Zeit zu ihrer Arbeit und ihrem normalen Alltag zurückkehren. Da sich diese Materialien zudem selbst auflösen, entfällt – anders als bei Metallimplantaten – die Notwendigkeit eines zweiten Eingriffs zur Entfernung des Implantats. Noch wichtiger ist, dass sie auf Röntgenaufnahmen und in der MR-Bildgebung das Bild nicht verfälschen und anatomische Strukturen nicht verdecken, weshalb die postoperative Beurteilung und Nachsorge ebenfalls zuverlässiger durchgeführt werden können‘“, so die Erklärung.








