Refluxchirurgie
Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GER), kurz Refluxkrankheit, bezeichnet das Zurückfließen von sauer-peptischem Magensaft oder gelegentlich alkalischen Sekreten aus dem Mageninhalt in die Speiseröhre…
Über die Fachabteilung
Umfang, Ansatz und wichtigste Leistungen der Abteilung.
- Gastroösophageale Refluxkrankheit (GER) oder kurz Refluxkrankheit wird als Symptome oder krankhafte Veränderungen der Speiseröhre definiert, die durch das Zurückfließen von sauer-peptischem Magensaft oder gelegentlich alkalischen Sekreten des Mageninhalts in die Speiseröhre entstehen. Führt der in die Speiseröhre zurückgeflossene Mageninhalt zu endoskopisch nachweisbaren Läsionen der Speiseröhre, spricht man von Refluxösophagitis. Liegen dagegen bei einem Patienten refluxbedingte Symptome vor, ohne dass endoskopisch ein Schaden nachweisbar ist, wird dies als nichterosive Refluxkrankheit bezeichnet.
Welche Symptome gibt es?
Die GER gehört zu den häufigsten Erkrankungen. Das wichtigste Symptom dieser Erkrankung, das retrosternale Brennen (Brennen hinter dem Brustbein, Sodbrennen, saures Aufstoßen), tritt in westlichen Gesellschaften bei 45 % der Menschen einmal im Monat und bei 7 % mindestens einmal täglich auf. Atypische Symptome der Refluxkrankheit sind nicht kardial bedingte Brustschmerzen, Asthma, Pneumonie, Heiserkeit, Zahnschäden und Mundgeruch. Zu den wichtigsten dadurch verursachten Komplikationen zählen:- Blutung
- Ulkus
- Striktur
- Barrett-Ösophagus
- Distales Ösophaguskarzinom
- Pulmonale Fibrose
- Asthma
- Chronische Bronchitis
- Pneumonie
- Laryngitis
- Stimmbandulzera
- Larynxstenose
- Pharyngitis
- Torticollis
- Verlust von Zahn- bzw. Zahnfleischsubstanz
- Mundulzera
- Otitis
- Chronische Sinusitis
Wie wird die Refluxkrankheit diagnostiziert?
Die Diagnose wird anhand der Anamnese des Patienten und einer Endoskopie (Gastroskopie) gestellt. Bestehen beim Patienten schwere Beschwerden, zeigt die Endoskopie jedoch keinen eindeutigen Befund, wird eine 24-stündige pH-Metrie-Monitorisierung durchgeführt.
Behandlung der Refluxkrankheit
Bei der Behandlung der Refluxkrankheit stehen medikamentöse und chirurgische Therapieoptionen zur Verfügung. Um diese Therapieoptionen anwenden zu können, muss die pathophysiologische Ursache des Refluxes beim jeweiligen Patienten sorgfältig untersucht werden. Insbesondere müssen eine Insuffizienz des unteren ösophagealen Sphinkters sowie das Vorliegen einer großen Hiatushernie (Magenbruch) gründlich abgeklärt werden. Bei Fällen, die auf die medikamentöse Behandlung nicht ansprechen, sollte das Vorliegen eines duodenogastralen Refluxes untersucht werden. Diese beiden Behandlungsmethoden sind keine Alternativen zueinander, sondern ergänzen einander.
Refluxchirurgie
Die chirurgische Behandlung der GER kann über einen abdominalen oder thorakalen Zugang erfolgen. Heute ist die in der Chirurgie am häufigsten bevorzugte Methode die laparoskopische Nissen-Fundoplikation. Die laparoskopische Operation ist ein Verfahren, bei dem über kleine Einstiche im Bauchraum mit Trokaren eingegangen wird. Sie wird in der Regel unter Verwendung von 4 oder 5 Ports (Einstichöffnungen) durchgeführt. Liegt ein Magenbruch vor, wird zunächst die Hernie korrigiert. Anschließend wird dem Patienten eine geeignete antirefluxchirurgische Manschetten- bzw. Klappenkonstruktion angelegt. In dieser als Fundoplikation bezeichneten Phase wird meist eine 360-Grad-, selten eine 270-Grad-Klappe geschaffen. So werden die Speisen durch die nach vorne gerichtete Kontraktionsbewegung der Speiseröhre in den Magen befördert, ein Rückfluss wird jedoch verhindert. Der am Folgetag entlassene Patient nimmt 1 Woche lang Flüssigkeit und weiche Kost zu sich. Danach wird die Kost etwas erweitert, und ab Ende der 2. Woche ist außer gründlichem Kauen und langsamem Essen keine Einschränkung mehr nötig. Der Erfolg der laparoskopischen Nissen-Operation hängt von zwei Bedingungen ab. Die erste ist die Auswahl des geeigneten Patienten durch präoperative Untersuchungen, die zweite die Erfahrung des Chirurgen und seines Teams auf diesem Gebiet. In nahezu allen veröffentlichten großen Studien liegt die Erfolgsrate der Nissen-Operation bei über 90 %.
Die Diagnose wird anhand der Anamnese des Patienten und einer Endoskopie (Gastroskopie) gestellt. Bestehen beim Patienten schwere Beschwerden, zeigt die Endoskopie jedoch keinen eindeutigen Befund, wird eine 24-stündige pH-Metrie-Monitorisierung durchgeführt.
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Web- und medizinischer RedaktionsbeiratVon einem Facharzt geprüft
Doz. Dr. S. Hilmi AksoyInterventionelle RadiologiePrüfdatum: 02. November 2026Kontakt
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