Rückenschmerzen (Bel Kayması)
Die Wirbelsäule besteht aus einer Reihe miteinander verbundener Knochen, den Wirbeln. Bei etwa 5 % der Erwachsenen kann im Knochenteil, der die oberen und unteren Gelenkfortsätze der untersten Lendenwirbel verbindet, eine entwicklungsbedingte Fraktur vorliegen…
Über die Fachabteilung
Umfang, Ansatz und wichtigste Leistungen der Abteilung.
Die Wirbelsäule besteht aus einer Reihe miteinander verbundener Knochen, den Wirbeln. Bei etwa 5 % der Erwachsenen kann im Knochenteil, der die oberen und unteren Gelenkfortsätze der untersten Lendenwirbel verbindet, eine entwicklungsbedingte Fraktur vorliegen. Diese Fraktur kann an einer oder an beiden Seiten des Wirbels auftreten. Es handelt sich meist um „Stressfrakturen“, die durch Überlastung an den unteren, sehr beweglichen Lendenwirbeln entstehen. Diese Frakturen werden als „Spondylolyse“ bezeichnet. Da dieser Bereich sehr beweglich ist, heilen diese Frakturen häufig nicht vollständig aus. Diese Frakturen verursachen jedoch meist im Jugendalter Schmerzen, während sie im Erwachsenenalter oft keine ernsthaften Probleme verursachen. Bei einigen Patienten können die oberen Wirbel aufgrund der Fraktur gegenüber den darunterliegenden Wirbeln nach vorne verrutschen. Dieser Zustand wird als „Wirbelgleiten“ bzw. „Spondylolisthesis“ bezeichnet. Eine Spondylolisthesis kann je nach Ausmaß des Gleitens zu ernsthafteren Problemen führen. Ein „Wirbelgleiten“ aufgrund dieser Frakturart wird in der Fachsprache als „isthmische Spondylolisthesis“ bezeichnet und zeigt sich meist als Verschiebung des Wirbels L5 gegenüber dem Wirbel S1. Bei 5 bis 10 % der Patienten, die wegen Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen, wurde ein Wirbelgleiten festgestellt.
Eine andere Form des Wirbelgleitens ist das „degenerative Wirbelgleiten“, das durch Verschleiß der Wirbelsäule und der umgebenden Bindegewebe infolge des Alterns entsteht und meist nach dem 40. Lebensjahr auftritt. In der Fachsprache wird dieser Zustand als „degenerative Spondylolisthesis“ bezeichnet. Das durch Alterung und Verschleiß entstehende Wirbelgleiten ist meist ein Nach-vorne-Gleiten des Wirbels L4 gegenüber dem Wirbel L5. Dem Wirbelgleiten geht häufig eine „Spinalkanalstenose“ einher.
Welche Symptome gibt es?
Stressfrakturen (Spondylolyse) verursachen nicht immer klinische Beschwerden. Manchmal werden sie zufällig in Lendenwirbelaufnahmen entdeckt, die aus anderen Gründen angefertigt wurden. Liegen klinische Befunde vor, können diese in Form von Rückenschmerzen, Schmerzen im Kreuzbein, Verspannungen der Rückenmuskulatur und seltener als Taubheitsgefühl und Schmerzen in den Beinen (Ischiasschmerz) sowie als Kraftverlust in den Füßen auftreten. Die Schmerzen nehmen meist beim Stehen, Gehen und bei anderen Aktivitäten zu, während sie in Ruhe nachlassen.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Wenn Ihr Arzt nach Anhören Ihrer Beschwerden und Durchführung der Untersuchung eine Spondylolyse oder eine isthmische Spondylolisthesis in Betracht zieht, wird er Ihre Aufnahmen anfordern. Allerdings kann eine Stressfraktur (Spondylolyse) auf nativen Röntgenaufnahmen unter Umständen nicht sichtbar sein. In diesem Fall kann Ihr Arzt bei weiterhin bestehendem Verdacht auf eine Fraktur eine Szintigraphie und/oder eine CT-Untersuchung anordnen. Wurde durch diese Untersuchungen eine Fraktur festgestellt, kann er für die Planung der Behandlung eine MRT für erforderlich halten. Außerdem kann bei Patienten mit Wirbelgleiten sowie Bein- und/oder Taubheitsschmerzen eine MRT notwendig sein, um Rückenmark und Nerven zu beurteilen. Liegt bei Ihnen eine isthmische Spondylolisthesis vor, wird der Schweregrad je nach Ausmaß des Gleitens von Grad 1 bis Grad 4 bestimmt. Zur Diagnose einer degenerativen Spondylolisthesis erfolgt die Beurteilung mittels nativer Röntgenaufnahmen und MRT. Bei dieser Form des Wirbelgleitens sind in der Regel weder Szintigraphie noch CT erforderlich.
Welche Behandlungsmethoden gibt es?
Wenn Ihre Beschwerden ausschließlich Rückenschmerzen sind, das Ausmaß des Gleitens nicht schwerwiegend ist und Ihr Arzt bei der Untersuchung und in den Befunden keine ernsthafte Nervenkompression bzw. -schädigung vermutet, sind zunächst nicht-operative Behandlungsmethoden die erste Wahl. Diese können Ruhe, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, vorübergehendes Tragen eines Korsetts sowie eine oder mehrere physiotherapeutische Maßnahmen umfassen. Bleiben die Schmerzen bestehen, kann als weitere Option die Injektion von Steroiden und lokalen Schmerzmitteln in den Frakturbereich bzw. in die Gelenke (Facettengelenke), die die Wirbel verbinden, erfolgen. Treten neben Rückenschmerzen aufgrund einer Nervenkompression auch Beinschmerzen und Taubheitsgefühl auf, können epidurale oder foraminale Injektionen hinzugefügt werden. Bei Stressfrakturen (Spondylolyse) bessern sich die Schmerzen in der Regel durch diese Behandlungen. Bei diesen Patienten kann die Fraktur jedoch nicht immer vollständig ausheilen. Solange die Schmerzen abgeklungen sind, stellt die nicht ausgeheilte Fraktur keine Gefahr dar. In der Regel ist bei diesen Patienten im höheren Alter ein schweres Gleiten nicht zu erwarten. Dennoch kann es erforderlich sein, diese Patienten von Zeit zu Zeit radiologisch zu kontrollieren.
Wann kann eine Operation notwendig werden?
Bei Patienten, deren Beschwerden trotz nicht-operativer Behandlungsmethoden nicht abklingen, kann eine operative Behandlung erforderlich sein. Ebenso kann ein frühzeitiger chirurgischer Eingriff notwendig sein, wenn aufgrund des Wirbelgleitens eine Rückenmarkkompression besteht und diese zu schweren neurologischen Ausfällen (Fußheberschwäche, Harninkontinenz) führt. Bei der Spondylolyse kommen zwei Arten der operativen Behandlung in Frage. Die erste ist die Reparatur des Frakturbereichs. Ein weiteres Verfahren ist die Durchführung einer spinalen Fusion. Bei der isthmischen Spondylolisthesis ist die bevorzugte operative Methode die spinale Fusion. Liegt zugleich eine Rückenmarkkompression vor, werden die komprimierenden Strukturen entfernt, um diese zu entlasten. Der Eingriff kann von vorne, von hinten oder von beiden Seiten durchgeführt werden. Es können Fixationsmaterialien verwendet werden. Nach der Operation erfolgt die Heilung im Rahmen eines guten Rehabilitationsprogramms.
Die Wirbelsäule besteht aus einer Reihe miteinander verbundener Knochen, den Wirbeln. Bei etwa 5 % der Erwachsenen kann im Knochenteil, der die oberen und unteren Gelenkfortsätze der untersten Lendenwirbel verbindet, eine entwicklungsbedingte Fraktur vorliegen. Diese Fraktur kann an einer oder an beiden Seiten des Wirbels auftreten. Es handelt sich meist um „Stressfrakturen“, die durch Überlastung an den unteren, sehr beweglichen Lendenwirbeln entstehen. Diese Frakturen werden als „Spondylolyse“ bezeichnet. Da dieser Bereich sehr beweglich ist, heilen diese Frakturen häufig nicht vollständig aus. Diese Frakturen verursachen jedoch meist im Jugendalter Schmerzen, während sie im Erwachsenenalter oft keine ernsthaften Probleme verursachen. Bei einigen Patienten können die oberen Wirbel aufgrund der Fraktur gegenüber den darunterliegenden Wirbeln nach vorne verrutschen. Dieser Zustand wird als „Wirbelgleiten“ bzw. „Spondylolisthesis“ bezeichnet. Eine Spondylolisthesis kann je nach Ausmaß des Gleitens zu ernsthafteren Problemen führen. Ein „Wirbelgleiten“ aufgrund dieser Frakturart wird in der Fachsprache als „isthmische Spondylolisthesis“ bezeichnet und zeigt sich meist als Verschiebung des Wirbels L5 gegenüber dem Wirbel S1. Bei 5 bis 10 % der Patienten, die wegen Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen, wurde ein Wirbelgleiten festgestellt.
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Web- und medizinischer RedaktionsbeiratVon einem Facharzt geprüft
Doz. Dr. S. Hilmi AksoyInterventionelle RadiologiePrüfdatum: 02. November 2026Kontakt
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