
Zu den Symptomen einer Patellaluxation gehören vor allem eine plötzliche Schwellung des Knies, eine Formveränderung und starke Schmerzen. Wenn die Kniescheibe aus ihrer Position springt, kommt es zu Bewegungseinschränkungen, und das Gehen fällt schwer. Tatsächlich können 45 % der Menschen mit einer Patellaluxation dieses Problem erneut erleben. In diesem Artikel behandeln wir, was eine Patellaluxation ist, welche Symptome sie verursacht und wie sie diagnostiziert wird. Darüber hinaus gehen wir ausführlich auf die Behandlungsmöglichkeiten der Patellaluxation und den Heilungsverlauf ein.
Was ist eine Patellaluxation?
Anatomie der Kniescheibe
Die Kniescheibe ist eine dreieckige Struktur zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein. Im Normalfall gleitet ihre Rückseite in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens. Diese Knochenstruktur liegt vor dem Kniegelenk und übernimmt eine Schutzfunktion.
Die Stabilität der Patella wird dadurch gewährleistet, dass sie durch mehrere Bänder mit dem Kniegelenk verbunden ist. Diese Struktur ist in die Sehne der Muskelgruppe eingebettet und verringert dank ihres Knorpelüberzugs die Reibung bei Gelenkbewegungen. Zudem wirkt sie als Hebel, verstärkt die Kraft des Muskels und ermöglicht eine effektive Bewegung mit weniger Energieaufwand.
Damit die Kniescheibe an ihrem Platz bleibt, müssen die umgebenden Bandstrukturen kräftig sein. Bandstrukturen wie das mediale patellofemorale Ligament (MPFL) verhindern ein seitliches Abgleiten der Kniescheibe und verringern das Verletzungsrisiko. Eine Schwäche oder ein Riss dieser Bänder kann dazu führen, dass die Patella aus ihrer Position springt.
Definition der Patellaluxation
Eine Patellaluxation bezeichnet das Herausgleiten der Kniescheibe aus ihrer natürlichen Position. Wenn die Kniescheibe die Gleitbahn verlässt, in der sie sich bewegt, spricht man von einer Patellaluxation. Dies geschieht in der Regel zur Außenseite des Knies hin.
Damit die Kniescheibe luxieren kann, müssen die Bänder, die sie an Ort und Stelle halten, reißen. Diese Luxationen treten in der Bevölkerung mit einer Häufigkeit von 6 pro 100.000 auf. Sie kommen bei Mädchen und bei Jugendlichen unter 17 Jahren häufiger vor. Bei 15 % der Menschen mit Patellaluxation hat auch ein weiteres Familienmitglied eine Luxation erlebt.
Nach einer Patellaluxation an einem Knie ist das Risiko, dass auch am anderen Knie eine Luxation auftritt, recht hoch. Daher sind eine frühe Diagnose und ein korrekter Behandlungsansatz wichtig.
Arten der Patellaluxation
Die akute Patellaluxation entsteht traumatisch. Sie entwickelt sich durch einen seitlichen Schlag gegen das Knie oder durch eine abnorme Belastung bei einer Drehbewegung. Bei dieser Art der Luxation kommt es zu Bandrissen und zu einem plötzlichen Herausspringen des Gelenks.
Rezidivierende Patellaluxationen entstehen, wenn die bei der ersten Luxation verletzten Kniestrukturen nicht vollständig ausheilen. Kniescheibenluxationen im Erwachsenenalter neigen dazu, sich ständig zu wiederholen. Zwar ist für die erste Luxation eine starke Krafteinwirkung erforderlich, doch bei unbehandelten Luxationen dehnen sich die Weichteile aus und heilen so ab, dass wiederkehrende Luxationen bereits nach viel einfacheren Bewegungen auftreten können.
Die angeborene Patellaluxation ist die seltenste Form. Bei manchen Kindern befindet sich die Patella angeborenermaßen oder entwicklungsbedingt bereits in einer halb luxierten Position. Bei diesen Kindern kann bei einer einfachen Drehbewegung eine vollständige Luxation entstehen. Im seltensten Fall liegt der Kniescheibenknochen nicht vor, sondern seitlich außen am Knie und kann ohne Operation nicht reponiert werden.
Symptome einer Patellaluxation
In dem Moment, in dem die Kniescheibe herausspringt, bemerkt Ihr Körper dies sofort. Sie spüren starke Schmerzen und können ein „Knacken“ aus dem Knie hören. Diese Symptome sind in der Regel plötzlich und sehr deutlich.
Plötzlicher Schmerz und Schwellung
Das erste Symptom einer Patellaluxation ist ein plötzlicher, starker, stechender Schmerz. Zusammen mit der Deformierung des Knies ist dieser Schmerz ein typisches Zeichen. Insbesondere bei traumabedingten Luxationen ist die Wahrscheinlichkeit eines Knorpelschadens höher, sodass Schmerzen und Schwellung stärker ausgeprägt sein können.
Innerhalb kurzer Zeit entsteht durch eine Einblutung ins Gelenk eine Schwellung des Knies. Dieser Zustand wird Hämarthros genannt und führt zu einer großen Schwellung des Knies. Die Schwellung kann berührungsempfindlich sein. Sie können auch hinter dem Knie oder in dessen Umgebung Schmerzen verspüren.
Sichtbare Formveränderung
Das auffälligste Zeichen einer Kniescheibenluxation ist das abnorme Erscheinungsbild im Kniebereich. Die Patella verschiebt sich in der Regel nach außen. Dadurch zeigt sich an der Außenseite des Knies eine Schwellung mit deformiertem Erscheinungsbild.
Nach einer plötzlichen Drehbewegung im Knie spüren Betroffene, wie der Kniescheibenknochen nach außen gleitet. Sie haben deutlich das Gefühl, dass die Kniescheibe verrutscht ist. Sie können sehen, dass die Kniescheibe als Vorwölbung an der Außenseite des Knies erscheint.
Bewegungseinschränkung und Gehschwierigkeiten
Die Beweglichkeit des Knies ist erheblich eingeschränkt. Die normale Stabilität des Knies nimmt ab. Möglicherweise können Sie Ihr Bein nicht vollständig strecken und beugen. Häufig bleibt das Knie in gebeugter Position blockiert.
Sie können das betroffene Bein nicht belasten oder darauf gehen. Die Belastbarkeit des Knies geht verloren. Patienten mit einer Kniescheibenluxation können die betroffene Seite nicht belasten und verspüren Angst. Zudem verhindern Schmerzen und Schwellung eine passive Untersuchung.
Leeregefühl im Knie
Das Knie kann plötzlich nachgeben, und es entsteht ein Gefühl der Unsicherheit. Sie verspüren ein Gleit- oder Drehgefühl im Knie. Außerdem können Sie ein Schwächegefühl im Knie wahrnehmen. Patienten berichten, dass das Knie nachgibt und sie ein „Platzen“ spüren.
Bei wiederkehrenden Luxationen ist das Unsicherheitsgefühl das wichtigste und belastendste Symptom. Besonders bei Bewegungen wie dem Treppabgehen, plötzlichen Drehungen oder dem Hocken befürchten Sie, dass die Kniescheibe jeden Moment erneut herausspringen könnte. In der Regel verspüren Sie ein Nachgeben oder Schwächegefühl im Knie. Diese Angst führt dazu, dass Sie Ihre Bewegungen einschränken.
Ursachen und Risikofaktoren der Patellaluxation
Die Kniescheibenluxation hat mehrere verschiedene Ursachen. Die häufigste Ursache sind direkte oder indirekte Traumata. Beim Sport, bei einem Unfall oder durch eine plötzliche Bewegung kann Ihre Kniescheibe herausspringen.
Plötzliche Bewegungen und Traumata
Ein Trauma ist die häufigste Ursache einer Patellaluxation. Plötzliche Richtungswechsel beim Sport können dieses Problem auslösen. Bei Sportarten wie Fußball, Basketball und Volleyball ist das Risiko recht hoch.
Auch unerwünschte Unfälle wie ein Sturz auf das Knie führen zu einer Luxation. Ein Verdrehen oder Verstauchen des Knies kann die Patella aus ihrer Position verschieben. Direkte seitliche Schläge gegen das Knie führen dazu, dass die Kniescheibe aus der Gleitrinne herausgedrängt wird.
Die häufigste Ursache ist der Riss des Bandes, das die Kniescheibe an ihrem Platz hält und das wir MPFL nennen. Dieser Zustand entwickelt sich in der Regel infolge eines Traumas. Er entsteht durch eine Drehung des Rumpfes bei fixiertem Fuß.
Muskel- und Bandschwäche
Eine Schwäche der Bänder, die die Kniescheibe an ihrem Platz halten, gehört zu den häufigen Ursachen einer Luxation. Auch Muskelungleichgewichte erschweren es der Patella, in ihrer normalen Position zu bleiben.
Sind die Muskeln an der Oberschenkelvorderseite schwach, neigt die Kniescheibe dazu, nach außen zu gleiten. Dieses Risiko steigt insbesondere bei Menschen, die lange sitzen, keine Übungen machen oder ein Muskelungleichgewicht haben. Ungleichgewichte zwischen den Muskeln an der Innen- und Außenseite des Oberschenkels können zu Bewegungsproblemen der Kniescheibe führen.
Anatomische Fehlbildungen
Auch anatomische und genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Eine höher als normal stehende Patella (Patella alta) ist einer dieser Risikofaktoren. Eine flache Gleitrinne am Femur erleichtert das Abgleiten der Patella nach außen.
Eine Bandlaxität um das Knie verringert die Stabilität. Eine X-Bein-Stellung übt Druck auf die Kniescheibe nach außen aus und stört das Belastungsgleichgewicht. Solche strukturellen Probleme erhöhen insbesondere bei Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren das Luxationsrisiko.
Bei manchen Personen können strukturelle Unterschiede eine Kniescheibenluxation auslösen. Zustände wie eine Beinfehlstellung erhöhen das Risiko einer Kniescheibenluxation. Auch überbewegliche Gelenke und anatomisch schwache Bänder können zu den Ursachen einer Patellaluxation gehören.
Genetische Veranlagung und angeborene Faktoren
Bestimmte genetische Merkmale können die Veranlagung zur Kniescheibenluxation erhöhen. Bei 15 % der Fälle gibt es in der Familie eine weitere Person mit einer Luxation in der Vorgeschichte. Bei 15 % der Menschen mit Patellaluxation hat auch ein weiteres Familienmitglied eine Luxation erlebt.
Nach der ersten Luxation liegt das Risiko einer erneuten Luxation zwischen 40 und 70 %. Nach einer zweiten Luxation nähert sich das Wiederholungsrisiko 100 %. Der Grund dafür ist, dass die ohnehin elastischen Weichteile nach jeder Luxation noch lockerer werden.
Bei Menschen mit einer zugrunde liegenden strukturellen Störung ist das Wiederholungsrisiko höher. Auch eine zuvor erlebte Kniescheibenluxation erleichtert ihr erneutes Auftreten. Denn nach der ersten Luxation lockern sich die Bänder, und die Gelenkstabilität nimmt ab.
Diagnose der Patellaluxation
Für eine korrekte Diagnose der Patellaluxation werden die Vorgeschichte des Patienten, die Befunde der körperlichen Untersuchung und bildgebende Verfahren gemeinsam bewertet. Ihr Orthopäde oder Notfallarzt stellt detaillierte Fragen dazu, wie die Verletzung entstanden ist, und zu den Symptomen der Patellaluxation. Insbesondere bei Kindern kann es, weil sie den Vorfall nicht gut beschreiben können, zu Schwierigkeiten bei der Diagnose kommen, und die Verletzung kann fälschlicherweise als Meniskus- oder Bandverletzung gewertet werden.
Körperliche Untersuchung
Zunächst beobachtet Ihr Arzt Ihr Knie sorgfältig und prüft, ob Schwellung, Blutergüsse und Muskelschwund vorliegen. An der Außenseite Ihres Knies wird häufig eine Druckempfindlichkeit festgestellt, ebenso Schmerzen am medialen Rand der Patella und am lateralen Femurkondylus. Liegt eine Einblutung im Gelenk vor, ist dieser Bereich besonders empfindlich.
Zudem werden Beweglichkeit, Flexibilität und Stabilität Ihres Knies getestet. Ihr Arzt kann Sie bitten, Ihr Knie zu strecken und zu beugen. Um zu sehen, wie die Patella in der Gleitrinne sitzt, wird sie sorgfältig getastet und es wird kontrolliert, ob die Knochen korrekt ausgerichtet sind.
Einer der wichtigsten Tests bei der Diagnose der Patellaluxation ist der „Apprehension-Test“, also der Angsttest. Wenn Sie bei diesem Test beunruhigt oder ängstlich reagieren, wenn die Kniescheibe vorsichtig nach außen gedrückt wird, oder wenn Sie sich unwillkürlich anspannen, um diese Bewegung zu verhindern, ist dies ein starkes Zeichen einer Instabilität. Außerdem können Tests durchgeführt werden, etwa das J-Zeichen, die zeigen, ob das Knie bei der Bewegung einen abnormen Bahnverlauf nimmt.
Bildgebende Verfahren
Anschließend werden bildgebende Untersuchungen herangezogen, um die körperliche Untersuchung zu unterstützen. Durch eine Röntgenuntersuchung des Knies in zwei Ebenen wird die Diagnose der Patellaluxation gesichert. Röntgenaufnahmen zeigen die Position der Patella, die Tiefe der Knochenrinne, die Höhe der Kniescheibe und mögliche Knochenbrüche. Spezielle Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln decken zugrunde liegende strukturelle Probleme wie eine patellofemorale Dysplasie auf.
Die Magnetresonanztomographie ist der Goldstandard bei der Diagnose der Patellaluxation. Die MRT zeigt Weichteile und Knorpel in unglaublichem Detail. Ob das MPFL-Band gerissen ist, wo sich der Riss befindet und wie schwerwiegend er ist, lässt sich am deutlichsten mit der MRT erkennen. Außerdem werden ein Schaden am Gelenkknorpel und das Vorhandensein frei im Gelenk umherwandernder Fragmente festgestellt.
Die Computertomographie wird insbesondere dann eingesetzt, wenn präzise Messungen der knöchernen Ausrichtung erforderlich sind. Die Messung des TT-TG-Abstands sowie der Femur- und Tibiarotation erfolgt mittels CT. Diese Messungen sind von entscheidender Bedeutung, um das Wiederholungsrisiko der Luxation vorherzusagen und als Richtschnur für die Operationsplanung zu dienen.
Erkennung zusätzlicher Verletzungen
Bei einer Patellaluxation stößt ihre Unterseite gegen den äußeren Teil des Femurknochens, und dieser Aufprall kann zu Knorpel- und Knochenbrüchen führen. In 42 % der Fälle findet sich eine osteochondrale Fraktur. Das Auftreten von Fetttröpfchen im Blut, das sich im Gelenk ansammelt, weist auf das Vorliegen einer osteochondralen Fraktur hin.
Daher können freie Fragmente im Gelenk, nachdem der Schmerz abgeklungen ist, bei Kniebewegungen zu Symptomen wie Hängenbleiben und Blockieren führen. Mit bildgebenden Verfahren werden diese freien Fragmente festgestellt, und der Behandlungsplan wird entsprechend gestaltet.
Behandlung der Patellaluxation und Heilungsverlauf
Die Behandlung der Patellaluxation richtet sich nach dem Schweregrad der Luxation und dem Schaden an den Kniestrukturen. Die Behandlung beginnt in der Regel mit der Reposition der Kniescheibe. Wenn die Band- und Muskelgewebe um das Knie intakt sind, werden nicht-operative Methoden bevorzugt.
Reposition der Luxation
Wenn die Kniescheibe nicht im Moment der Luxation zurückgesprungen ist, wird von Ihrem Arzt eine manuelle Reposition durchgeführt. Mit diesem Verfahren wird die Kniescheibe vorsichtig in ihre normale Position zurückgebracht. Bei manchen Patienten kann das Knie beim Strecken des Beins von selbst wieder einrasten.
Nach diesem Eingriff verspüren Sie in der Regel sofort Erleichterung. Anschließend werden mittels Bildgebung der Zustand der Luxation und das Vorliegen zusätzlicher Schäden kontrolliert. Nach der Reposition wird das Knie für einige Wochen ruhiggestellt.
Die Dauer der Immobilisation liegt in der Regel zwischen 2 und 4 Wochen. Hierfür werden Knieorthesen, Schienen oder spezielle Stabilisierungsgeräte verwendet. In dieser Zeit sollte das Knie nicht übermäßig belastet werden.
Medikamentöse Behandlung und Eisanwendung
Zur Linderung von Schwellung und Schmerzen kann Eis angewendet werden. Empfohlen wird eine Eisanwendung mehrmals täglich für 15 bis 20 Minuten. Die Kälteanwendung verengt die Blutgefäße in entzündetem Gewebe und trägt so zur Verringerung von Ödem und Entzündung bei.
Schmerzmittel sind besonders in den ersten Tagen wirksam, um Schmerzen und Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Entzündungshemmende Medikamente werden gemäß der Empfehlung Ihres Arztes eingenommen. Das RICE-Protokoll (Ruhe, Eis, Kompression und Hochlagerung) kann angewendet werden.
Physiotherapie und Übungen
Eine der wichtigsten Phasen des Heilungsprozesses ist die Physiotherapie. Die Muskeln, die das Knie stabilisieren, insbesondere der Quadrizepsmuskel, werden gestärkt. Muskelkräftigende Übungen erhöhen die Stabilität des Knies.
Zudem werden Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit, Gleichgewichtsübungen und Koordinationstraining durchgeführt. Dieser Prozess trägt dazu bei, wiederkehrende Luxationen zu verhindern. Insbesondere Übungen für die Hüftregion und den Core-Bereich werden ebenfalls in das Programm aufgenommen.
Regelmäßige Physiotherapie erhöht die Erfolgschancen. Die Rehabilitation dauert etwa 1 Monat, und in dieser Zeit werden Muskelkräftigung und Gelenkbeweglichkeit schrittweise gesteigert.
Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs
Wenn die Kniescheibenluxation wiederkehrt, Bänder gerissen sind oder Knorpelstrukturen geschädigt wurden, kann eine Operation erforderlich sein. Patienten mit wiederkehrenden Patellaluxationen werden chirurgisch behandelt.
Zu den durchgeführten Operationen gehört die Reparatur der Bänder, die die Patella an ihrem Platz halten (MPFL-Rekonstruktion). Die Ausrichtung der Kniescheibe kann neu geordnet oder die Gelenkflächen können repariert werden. Wenn sich freie Knorpelfragmente im Gelenk befinden, ist eine Operation zwingend erforderlich.
Heilung und Vorsichtsmaßnahmen nach der Behandlung
Bei Patienten, die nicht-operativ behandelt werden, verläuft der Heilungsprozess in der Regel kürzer. Die vollständige Heilung kann durchschnittlich 6 Wochen dauern. Bei Fällen mit chirurgischem Eingriff variiert die Heilungsdauer zwischen 3 und 6 Monaten.
Nach der Behandlung wird der Patient in bestimmten Abständen zu Kontrollen einbestellt. In diesem Zeitraum werden Stabilität des Knies, Muskelkraft und Gelenkbeweglichkeit beurteilt. Insbesondere in den ersten 2 bis 3 Wochen sollte das Knie nicht belastet werden.
Bei Patienten, die sich regelmäßig an die Behandlung halten, wird in der Regel eine vollständige Heilung erreicht. Dank eines korrekten Rehabilitationsprogramms können Sie die Kniefunktionen vollständig zurückgewinnen.
Häufig gestellte Fragen zur Patellaluxation
Patienten stellen viele Fragen zur Patellaluxation. Diese Fragen konzentrieren sich auf Themen wie Heilungsdauer, Wiederholungsrisiko und Rückkehr in den Alltag. Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.
Wie lange dauert die Heilung einer Patellaluxation?
Die Heilungsdauer variiert je nach Ihrem Zustand und der durchgeführten Behandlung. Bei erstmaligen Luxationen ist innerhalb von 2 bis 4 Wochen eine deutliche Besserung zu sehen. Bei wiederkehrenden Luxationen kann sich diese Zeit jedoch auf 6 bis 8 Wochen verlängern.
Bei Patienten mit nicht-operativer Behandlung dauert die vollständige Heilung etwa 6 Wochen. Die Heilung nach einer Operation hingegen variiert zwischen 3 und 6 Monaten. In den ersten Wochen müssen Sie das Knie ruhig halten.
Ab dem dritten Monat können Sie zu Ihren Alltagsaktivitäten zurückkehren. Insbesondere Sportler sollten sich vor Beginn körperlicher Aktivitäten fachärztlich untersuchen lassen. Mit Sportarten wie Gehen, Radfahren und Schwimmen können Sie nach der 6. Woche beginnen. Mit Sportarten, die Laufen und Hocken erfordern und mit Stößen verbunden sind, sollten Sie jedoch erst nach dem 6. Monat beginnen.
Tritt eine Patellaluxation erneut auf?
Nach der ersten Luxation liegt das Risiko einer erneuten Luxation zwischen 40 und 70 %. Die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens ist somit recht hoch. Nach einer zweiten Luxation nähert sich das Wiederholungsrisiko nahezu 100 %.
Der Grund dafür ist, dass die Weichteile nach jeder Luxation lockerer werden. Bei Menschen mit einer zugrunde liegenden strukturellen Störung ist das Wiederholungsrisiko höher. Werden wiederkehrende Luxationen nicht behandelt, können sie zu irreversiblen Knorpelschäden im Kniegelenk führen.
Außerdem können schon in jungen Jahren schmerzhafte Arthrosen entstehen. Wenn Sie während des Heilungsprozesses regelmäßig Physiotherapie durchführen, verringert dies das Risiko einer erneuten Luxation.
Springt die Kniescheibe bei einer Patellaluxation von selbst wieder ein?
In der Regel muss sie von einem Orthopäden reponiert werden. Die Kontrolle der Knorpel- und Bandstrukturen ist wichtig. Bei manchen Patienten rastet die Kniescheibe ein, wenn das Bein gestreckt wird.
Eine Selbstheilung kommt nur im Kindesalter und bei der ersten Kniescheibenluxation vor. Beim Transport des Patienten in die Notaufnahme kann die Kniescheibe zurückspringen. Luxationen im Erwachsenenalter und wiederkehrende Luxationen heilen jedoch nicht von selbst.
Kann man bei einer Patellaluxation gehen?
Patienten mit einer Kniescheibenluxation können die betroffene Seite nicht belasten und nicht gehen. Sie verspüren Angst und starke Knieschmerzen. Die Belastbarkeit des Knies geht verloren. Nachdem die Luxation reponiert wurde und die Schmerzen nachgelassen haben, können Sie allmählich wieder mit dem Gehen beginnen.
Zusammenfassung: Patellaluxation
Auch wenn die Patellaluxation eine ernste Verletzung ist, ist mit korrekter Diagnose und Behandlung eine vollständige Heilung möglich. Insbesondere nach der ersten Luxation ist es sehr wichtig, regelmäßig Physiotherapie durchzuführen. Andernfalls schwankt das Wiederholungsrisiko zwischen 40 und 70 %. Daher sollten Sie die Übungen zur Muskelkräftigung nicht vernachlässigen.
Wenn Sie plötzliche Schmerzen, Schwellungen oder eine Formveränderung an Ihrem Knie bemerken, lassen Sie sich umgehend fachärztlich untersuchen. Ein frühes Eingreifen verhindert bleibende Knorpelschäden und beschleunigt den Heilungsprozess. Wenn Sie sich an Ihren Behandlungsplan halten, können Sie sicher zu Ihren normalen Aktivitäten zurückkehren.
Füllen Sie das Formular für detaillierte Informationen und Kontakt aus!
Beginnen Sie mit der richtigen Abklärung bei Patellaluxation: Was ist das? Welche Symptome treten auf? Wie erfolgen Diagnose und Behandlung?
Schildern Sie Ihre Beschwerden unseren Fachärzten – gemeinsam legen wir die passende Diagnose und Behandlung fest.
Hinweis
Wenn Ihre Beschwerden plötzlich begonnen haben, rasch fortschreiten oder Ihren Alltag deutlich einschränken, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt.
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