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Was ist Syphilis? Symptome, Behandlung und Übertragungswege

Was ist Syphilis? Syphilis ist eine durch Bakterien verursachte sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Sie tritt bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf und wird meistens in der jungen Altersgruppe gesehen. Syphilis ist mit Medikamenten t

Was ist Syphilis? Symptome, Behandlung und Übertragungswege

Was ist Syphilis?

Syphilis ist eine durch Bakterien verursachte sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Sie tritt bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf und wird meistens in der jungen Altersgruppe gesehen. Syphilis ist eine mit Medikamenten behandelbare Infektionskrankheit, kann jedoch bei ausbleibender Behandlung zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Sie kann bleibende Schäden am Herzen, Gehirn, an Muskeln, Knochen und Augen des Patienten verursachen. Folglich können lebensbedrohliche Komplikationen entstehen. Daher ist es äußerst wichtig, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden, die Symptome gut zu verstehen und für eine frühe Diagnose den Rat eines Facharztes einzuholen.

Eine Infektionskrankheit namens Syphilis entsteht, wenn das Bakterium namens Treponema pallidum auf verschiedene Weise in den Körper eindringt. Die Krankheit wird meistens durch sexuelle Aktivität übertragen und kann lange Zeit im Körper verbleiben, bevor sie irgendwelche Symptome verursacht. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass im Jahr 2020 7,1 Millionen Erwachsene im Alter von 15 bis 49 Jahren an Syphilis erkrankt sind. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention gab es im Jahr 2020 durchschnittlich 134.000 Syphilis-Fälle. Angeborene Syphilis (konnatale Syphilis) entsteht, wenn eine schwangere Frau die Infektion während der Schwangerschaft auf den Fötus überträgt. Syphilis, die sich bei Säuglingen und Kleinkindern entwickelt, führt zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen, einschließlich des Todes. Aus diesem Grund müssen Frauen vor ihrer ersten Schwangerschaft auf sexuell übertragbare Krankheiten untersucht und bei Vorliegen einer Syphilis-Erkrankung behandelt werden. Denn wenn Syphilis während der Schwangerschaft nicht behandelt oder spät bzw. falsch behandelt wird, kommt es in 50-80 % der Fälle zu negativen Folgen bei den Geburten.

Was sind die Symptome von Syphilis?

Bei Babys, die mit Syphilis geboren werden, das heißt bei Babys mit konnataler Syphilis, können Ausschläge, Anämie, Knochen- und Gelenkprobleme, Entzündungen der Organe, Blindheit, Taubheit, neurologische Erkrankungen wie Meningitis, Entwicklungsverzögerungen und Krampfanfälle auftreten. Wenn Syphilis nicht behandelt wird, kann sie schwerwiegendere Symptome zeigen.

Die Syphilis-Erkrankung entwickelt sich bei Erwachsenen in vier verschiedenen Stadien. Die Symptome der Syphilis-Erkrankung sind in jedem Stadium unterschiedlich, aber die Stadien können sich überschneiden und die Symptome treten nicht in jedem Fall in derselben Reihenfolge auf. Infektionen sind im ersten und zweiten Stadium hochgradig ansteckend und können leicht auf den Partner des Patienten übertragen werden. Die in den Syphilis-Stadien auftretenden Symptome können kurz wie folgt beschrieben werden:

Primäre Syphilis: Tritt etwa 2-12 Wochen nach dem Kontakt mit einer an Syphilis erkrankten Person auf. In diesem Stadium entwickeln sich weiche oder harte Geschwüre an den Genitalien, dem Rektum oder dem Mund. Sie sind meist klein und schmerzfrei und werden daher möglicherweise nicht bemerkt. Wird sie nicht medikamentös behandelt, kann die Infektion in das zweite Stadium übergehen.

Sekundäre Syphilis: Etwa 1-6 Monate nach dem Abklingen des Schankers tritt ein grober, unebener Syphilis-Ausschlag auf. Diese Ausschläge können den gesamten Körper bedecken, einschließlich der Handinnenflächen und Fußsohlen. Obwohl die Ausschläge nicht jucken, können sie Symptome wie Fieber, warzenähnliche Geschwüre, Haarausfall, geschwollene Lymphknoten, Gewichtsverlust und Muskelschmerzen verursachen. Darüber hinaus können sich in feuchten und warmen Körperregionen wie Mund, Genitalien, Anus und Achselhöhlen erhabene, grau-weiße Läsionen entwickeln. Diese Symptome können über lange Zeit hinweg auftreten und wieder verschwinden. Das Verschwinden der Symptome bedeutet nicht, dass die Krankheit verschwunden ist, eine medikamentöse Behandlung ist weiterhin erforderlich. Wird sie nicht behandelt, geht die Infektion in das latente Stadium über.

Latente Syphilis: Wenn primäre und sekundäre Syphilis nicht behandelt werden, gehen sie in das latente Stadium über. In diesem Stadium entwickeln sich keine äußeren Symptome. In einigen Fällen kann es periodisch zu milden Schüben kommen. Bei der latenten Syphilis kann die Infektion das Herz, die Knochen, die Nerven und Organe schädigen. Dieses Stadium kann viele Jahre andauern. Im latenten Stadium ist eine Übertragung auf den Partner in der Regel selten.

Späte (tertiäre) Syphilis: Bei den meisten Patienten schreitet es in der Regel nicht in diese Phase fort. Der Grund dafür ist, dass die Infektion von selbst abklingt oder die Symptome mild sind. Bei einigen Patienten schreitet sie in das Spätsyphilis-Stadium fort, das schwere Gesundheitsprobleme verursacht. Diese Gesundheitsprobleme können Herzerkrankungen, Nervenschäden, Sehstörungen einschließlich Blindheit, Herzerkrankungen, Hirnschäden, Demenz und kognitive gesundheitliche Probleme sein.

Kleine Schwellungen und Tumoren an Haut, Knochen, Leber oder anderen Organen,

Neurologische Probleme wie Lähmungen, Kopfschmerzen, Meningitis, Persönlichkeitsveränderungen und Konzentrationsprobleme, Verlust des Gedächtnisses und der Entscheidungsfähigkeit,

Augenprobleme wie okuläre Syphilis, Augenschmerzen, Blindheit und Rötung,

Ohrenprobleme wie Otosyphilis, Hörverlust, Tinnitus und Vertigo,

Herz- und Gefäßprobleme wie Schwellung der Aorta (Hauptarterie) und anderer Blutgefäße, Beschädigung der Herzklappen,

Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt wie Fehlgeburten, Totgeburten und der Tod des Babys innerhalb weniger Tage nach der Geburt.

Wie entsteht Syphilis?

Syphilis entsteht durch eine bakterielle Infektion, die Übertragung erfolgt bei Kontakt mit einer Syphiliswunde im Körper eines anderen Patienten. Bakterien können auch durch Hautschnitte und Schleimhäute in den Körper eindringen. Dies geschieht in der Regel während sexueller Aktivität, zudem erfolgt die Übertragung bei intravenösen Medikamentenanwendungen, wenn dieselbe Nadel mit einem infizierten Patienten geteilt wird. Eine Übertragung durch angeborene (konnatale) Syphilis und Stillen ist ebenfalls möglich. Syphilis wird nicht durch Toilettensitze, Türklinken, Swimmingpools, Whirlpools, Badewannen, Kleidung und Essgeschirr verbreitet. Jede sexuell aktive Person hat die Möglichkeit, an Syphilis zu erkranken. In einigen Fällen ist das Risiko für die Entwicklung der Krankheit jedoch höher:

Ungeschützter Geschlechtsverkehr,

Mehrere Sexualpartner haben,

Das von AIDS verursachte HI-Virus (HIV) in sich tragen,

Patienten mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Tripper (Gonorrhoe), Chlamydien oder Herpes,

Männliches Geschlecht.

Wie wird Syphilis diagnostiziert?

Die Diagnose von Syphilis basiert auf der medizinischen und sexuellen Vorgeschichte der Person, der körperlichen Untersuchung, Labortests und manchmal radiologischen Methoden. Der Arzt fragt den Patienten während der Untersuchung, ob er einen sicheren Geschlechtsverkehr hatte und welche Symptome aufgetreten sind. Es ist wichtig, in dieser Phase bei den Gesprächen mit dem Arzt so offen und ehrlich wie möglich zu sein. Ärzte können für die Diagnose von Syphilis folgende Tests anfordern:

Blutuntersuchungen: Es können zwei Arten von Bluttests angefordert werden, nämlich treponemale Tests und nicht-treponemale Tests. Bei nicht-treponemalen Tests werden Antikörper überprüft, die bei Syphilis-Patienten produziert werden. Sie müssen in der Regel durch treponemale Tests bestätigt werden, da diese Antikörper auch aufgrund anderer Erkrankungen produziert werden können. Treponemale Tests hingegen weisen spezifische Antikörper nach, die der Körper als Reaktion auf das Bakterium Treponema pallidum bildet.

Untersuchung der Wundflüssigkeit: Flüssigkeiten aus der Wunde werden mit Hilfe eines Wattestäbchens entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.

Untersuchung der das Gehirn und Rückenmark umgebenden Flüssigkeit: Die Zerebrospinalflüssigkeit wird untersucht, wenn durch Syphilis verursachte Probleme des Nervensystems auftreten.

Wie wird Syphilis behandelt?

Syphilis ist eine mit Antibiotika behandelbare Krankheit. Daher wird empfohlen, unmittelbar nach dem Bemerken der Symptome einen Arzt aufzusuchen, auf diese Weise wird so früh wie möglich eine Diagnose gestellt und die Behandlung durchgeführt. Antibiotika sind Medikamente zur Behandlung bakterieller Infektionen. In der Regel werden bei der Behandlung am häufigsten Medikamente auf Penicillinbasis verwendet. Dies ist im Allgemeinen das bevorzugte Behandlungsverfahren für das Frühstadium der Syphilis. In fortgeschrittenen Stadien können auch andere Antibiotika eingesetzt werden. Die Dosis des Medikaments und die Dauer der Anwendung werden vom Arzt entsprechend den entwickelten Syphilis-Symptomen festgelegt. Auch die angeborene Syphilis kann durch Behandlung verhindert werden. Wenn die Behandlung der werdenden Mutter erfolgreich verlaufen ist, wird die Syphilis-Erkrankung nicht auf das Baby übertragen. Nach Abschluss der Behandlung sollten sie Situationen wie sexuelle Aktivität und Stillen vermeiden, bis durch verschiedene Tests festgestellt wurde, dass die Infektion vollständig abgeklungen ist.

Häufig gestellte Fragen über Syphilis

Syphilis wird bei vaginalem, oralem und anallem Geschlechtsverkehr durch den Kontakt mit ansteckenden Syphiliswunden übertragen. In seltenen Fällen kann sie sich auch durch das Küssen oder Berühren von Körperteilen wie Lippen, Zunge, Mund und Brust verbreiten. Während der Schwangerschaft kann sie über die Plazenta oder während der Stillzeit über die Muttermilch übertragen werden. Syphilis-Patienten sind typischerweise in den frühen Stadien der Krankheit hochgradig ansteckend. In einigen Fällen kann sich Syphilis durch Nadelstiche, Verletzungen oder kontaminierte Injekionsausrüstung verbreiten. In einigen Fällen kann Syphilis auch durch Bluttransfusionen übertragen werden, dieses Risiko ist jedoch sehr gering. Denn Blutspender werden detaillierten Screening-Tests unterzogen. Die Syphilis-Erkrankung kann von Fachärzten für Urologie, Dermatologie, Gynäkologie und Infektionskrankheiten diagnostiziert und behandelt werden. Unter den durch die Syphilis-Infektion verursachten Symptomen befindet sich kein Juckreiz. In der Regel treten über den gesamten Körper verteilte Ausschläge auf, diese Ausschläge verursachen jedoch keinen Juckreiz. Juckreizbeschwerden können der Vorbote anderer Krankheiten sein, daher wird empfohlen, eine dermatologische Untersuchung aufzusuchen. Die Syphilis-Erkrankung ist besonders im ersten und zweiten Stadium äußerst ansteckend. Bei direktem Kontakt mit Wunden, Läsionen in der Vagina und im Rektum kann die Krankheit übertragen werden. Syphilis ist eine durch eine bakterielle Infektion verursachte, behandelbare Krankheit. Wenn sie nicht behandelt wird, führt sie jedoch zu vielen ernsthaften Komplikationen. Aus diesem Grund wird empfohlen, beim Geschlechtsverkehr die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die Syphilis-Symptome gut zu verstehen und bei Auftreten von Symptomen so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Wenn Sie in den letzten Tagen Symptome im Zusammenhang mit der sexuellen Gesundheit bemerkt haben oder glauben, dass Sie ein Syphilis-Risiko tragen, können Sie ohne Zeitverlust einen Termin bei unseren erfahrenen Fachärzten für Infektionskrankheiten vereinbaren.

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