
Der Knochen, das härteste Organ des Körpers, bietet Kraft, Stärke und Flexibilität. Er ist reich an Mineralien wie Kalzium, Zink und Phosphor sowie an Proteinen. Die Knochengesundheit steht in engem Zusammenhang mit der Knochendichte, die je nach aufgenommenem Kalzium variiert.
Im Laufe der Zeit können aufgrund von Umwelt- oder genetischen Faktoren verschiedene Veränderungen in den Zellen des Knochengewebes auftreten. Unkontrolliert wachsende Zellen bilden in diesem Bereich eine Masse, also einen Tumor. Wenn sie nicht behandelt werden, kann der sich entwickelnde und ausbreitende Tumor die Struktur des Knochens und das umliegende Gewebe schädigen und eine Lebensgefahr darstellen. Daher wird Personen, die den Verdacht auf einen Knochentumor haben, geraten, sich an die Abteilung für Orthopädie und Traumatologie zu wenden.
Welche Arten von Knochentumoren gibt es?
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Knochentumoren: gutartige und bösartige Tumoren.
Gutartige Knochentumoren
Gutartige Knochentumoren können trotz ihres langsamen Wachstums lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht behandelt werden. Sie unterteilen sich in verschiedene Typen.
Diese sind:
- Osteochondrom
- Non-ossifizierendes Fibrom
- Riesenzelltumor
- Enchondrom
- Fibröse Dysplasie
Bösartige Knochentumoren
Bösartige Knochentumoren sind Krebszellen und neigen dazu, sich im Laufe der Zeit auf andere Körperregionen auszubreiten. Die Arten von bösartigen Knochentumoren sind:
- Osteosarkom
- Ewing-Sarkom
- Kondrosarkom
- Metastatische Knochentumoren
- Multiples Myelom
Was verursacht Knochentumoren?
Die genaue Ursache für Knochentumoren ist nicht bekannt, aber einige Risikofaktoren sind durch Forschungsergebnisse identifiziert worden.
- Es ist bekannt, dass Knochentumoren häufiger bei Männern auftreten.
- Für Personen mit einer Familiengeschichte von Knochentumoren ist das Risiko erhöht.
- Eine Exposition gegenüber hohen Dosen von Strahlung, die zur Behandlung von Krebs verwendet wird, stellt ein Risiko für die Entstehung von Knochentumoren dar.
- Ein schnelles Wachstum der Knochen in der Kindheit erhöht die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Knochentumoren.
- Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel schaffen Voraussetzungen für Knochentumoren.

Was sind die Symptome von Knochentumoren?
Leichte Schmerzen im betroffenen Knochen sind das häufigste Symptom eines Knochentumors. Der Schmerz kann zunächst leicht und sporadisch sein, wird aber im Laufe der Zeit ernster und dauerhafter.
Pathologische Knochenbrüche können ein wichtiges Symptom bei schleichend fortschreitenden Knochentumoren sein. Der bereits geschwächte Knochen kann durch eine leichte Verletzung brechen.
Darüber hinaus können tastbare Massen in verschiedenen Körperregionen ein Symptom eines Knochentumors sein, während einige Tumoren Fieber und Nachtschweiß verursachen können.
Wie wird ein Knochentumor diagnostiziert?
Bei Patienten, die mit den oben genannten Beschwerden ins Krankenhaus kommen, wird zunächst eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Die Familiengeschichte des Patienten, bestehende Gesundheitsprobleme und Beschwerden werden erörtert. Die Knochensensibilität und Beweglichkeit werden überprüft. Wenn der Verdacht auf einen Tumor besteht, kann eine einfache bildgebende Untersuchung, die als Röntgenaufnahme bekannt ist, angefordert werden. Eine detaillierte Blutuntersuchung und Urintest können ebenfalls Hinweise auf einen Knochentumor geben. Darüber hinaus können fortgeschrittene bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Knochenszintigrafie und PET-Scan genutzt werden; es kann eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem verdächtigen Bereich entnommen werden. Die durchgeführten Tests werden von Fachärzten als Ganzes bewertet und die erforderliche Diagnose gestellt.

Wie wird ein Knochentumor behandelt?
Gutartige Knochentumoren erfordern in der Regel keine Behandlung und können von selbst verschwinden. In einigen Fällen ist jedoch eine Überwachung erforderlich, da das Risiko besteht, dass sie sich in bösartige Tumoren verwandeln. Tumoren, die Knochenbrüche verursachen, insbesondere solche, die das Wachstum bei Kindern negativ beeinflussen oder zu einer Verkürzung oder Verkrümmung des Knochens führen können, können chirurgisch entfernt werden.
Bei der Behandlung von bösartigen Knochentumoren wird ein multidisziplinärer Ansatz verfolgt. Je nach Art des Tumors, Ausbreitungsgrad und allgemeinem Gesundheitszustand des Patienten wird eine geeignete Behandlungsform festgelegt. Die bevorzugte Behandlung ist in der Regel eine chirurgische Intervention. Ziel der chirurgischen Behandlung ist es, das betroffene Knochengewebe zu erhalten und den Tumor vollständig zu entfernen. Darüber hinaus können in Fällen, in denen der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, oder um ein Wiederauftreten von Krebs zu verhindern, auch Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt werden.
