Kolonoskopie
Personen über 50 Jahren wird empfohlen, sich auch ohne Beschwerden alle 5 Jahre einer Koloskopie zur Früherkennung von Dickdarmkrebs und Rektumkarzinom zu unterziehen. Insbesondere bei Personen mit Dickdarm- oder Rektumkrebs in der Familie kann die Häufigkeit der Darmkrebsvorsorge variieren.
Über die Fachabteilung
Umfang, Ansatz und wichtigste Leistungen der Abteilung.
Was ist Kolonkrebs?
Es handelt sich um eine Krebsart, die durch Polypen im Kolon, also im Dickdarm, verursacht wird. Der Kolonkrebs, der vor allem in westlichen Ländern häufiger vorkommt, steht weltweit an 3. Stelle hinsichtlich der Häufigkeit. Bei der Entstehung von Kolonkrebs, deren genaue Ursache unbekannt ist, spielen Umwelt- und genetische Faktoren eine Rolle. Kolonkrebs kann sowohl aus dem Boden eines im Kolon entstandenen Polypen als auch aus der Schleimhaut entstehen, die die Innenfläche auskleidet.
Was ist Koloskopie? Wozu dient sie?
Die Koloskopie ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem der Dickdarm vom After bzw. Mastdarm bis hin zum Dünndarm mithilfe einer vorne am Gerät angebrachten, lichtstarken elektronischen Kamera untersucht und auf dem Monitor betrachtet wird. Das Gerät ähnelt dem bei der Gastroskopie (Magenspiegelung) verwendeten. Da während des Eingriffs Druckgefühl, Blähungen und krampfartige Bauchschmerzen auftreten können, werden dem Patienten vor dem Eingriff beruhigende und schmerzlindernde Medikamente verabreicht. Bei der Koloskopie wird der Dickdarm, also die etwa 100–150 cm lange Strecke bis zur Einmündung des Dünndarms, innerhalb von durchschnittlich 15–45 Minuten untersucht. Vor der Koloskopie müssen Sie die vom Arzt verordneten Medikamente und Empfehlungen zur Darmreinigung sorgfältig befolgen. Während des Eingriffs können Polypen, Krebs, Divertikel und entzündliche Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn usw.) im Dickdarm leicht erkannt werden. Bei Bedarf werden Gewebeproben entnommen und eine Biopsie durchgeführt. Bei Blutungen im unteren Verdauungstrakt kann die Blutungsquelle sichtbar gemacht und je nach Bedarf eine geeignete Behandlung durchgeführt werden, z. B. Polypektomie, Injektionssklerotherapie oder bipolare Thermosonde. Polypen (Schleimhautwucherungen) im Dickdarm sind sehr wichtig, da sie Vorstufen von Krebs sind. Etwa 95?% der Kolonkarzinome entwickeln sich aus Polypen. Je nach Art der Polypen erfolgt diese Entwicklung über Jahre hinweg. Bei der Koloskopie werden diese Polypen während des unter Sedierung durchgeführten Eingriffs gesichtet und gleichzeitig mit einer Schlinge abgetragen. Da Kolonpolypen Vorstufen von Krebs sind, werden die während des Eingriffs gefundenen Polypen mittels Elektrokauter verschorft, aus dem Darm entfernt und zur Untersuchung an das pathologische Labor geschickt. Auf diese Weise wird ein möglicher Krebs verhindert und zugleich festgelegt, in welchen Abständen mögliche Erkrankungen weiter kontrolliert werden müssen. Nach dem Eingriff wird der Patient 30–60 Minuten liegend ausgeruht und anschließend entlassen. Während des Eingriffs können leichte Blähungsschmerzen und Krämpfe auftreten. Nach dem Abgang der Luft fühlen sich die Patienten jedoch sofort erleichtert. Wenn der Arzt nach dem Eingriff keine Einschränkungen anordnet, kann sofort mit der Nahrungsaufnahme begonnen werden.
Fortschritte bei der Früherkennung und Vorbeugung von Kolonkrebs
Die Entstehung von Kolonkrebs ist eine vermeidbare Erkrankung. Theoretisch entwickeln sich alle Krebsarten aus gutartigen Vorläuferläsionen, den sogenannten Polypen. Heute ist die wirksamste Methode zur Verringerung des Sterberisikos durch diese Erkrankung das koloskopische Screening sowie die Entfernung der dabei festgestellten Polypen. Auch Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten haben Einfluss auf das Risiko für Kolonkrebs. Die Veränderung von Risikofaktoren wie Ernährung, Bewegung, Alkoholkonsum, Tabakkonsum, Schmerzmittelgebrauch und Vitamineinnahme ist für die Vorbeugung von Kolonkrebs wichtig.
Welche möglichen Nebenwirkungen hat die Koloskopie?
Bei diagnostischen Koloskopien sind Nebenwirkungen sehr selten. Vorübergehende Blähungen und gasbedingte Bauchschmerzen sowie Verletzungen der Darmschleimhaut und des Darmaufbaus treten nur sehr selten auf. Bei Allergien gegen Beruhigungs- und Schmerzmittel ist Aufmerksamkeit geboten. Auch nach längerer Zeit sollten blutige Stuhlgänge unbedingt dem Arzt gemeldet werden. Damit der Eingriff gut durchgeführt werden kann, werden ab einem Tag vorher ab mittags feste Speisen weggelassen und stattdessen flüssige Kost bevorzugt. Am Abend vor dem Eingriff wird nach einem flüssigen Frühstück (kernlose Suppe, Kompott, Fleischbrühe) das vom Arzt verordnete, durchfallauslösende Abführmittel (Laxans) gemäß Anweisung eingenommen. Bei Medikamenten, die vor dem Eingriff eingenommen werden, etwa Aspirin, Schmerzmitteln, Herzmedikamenten, Gerinnungshemmern oder bei Insulinanwendung, müssen Sie unbedingt Ihren Arzt informieren und sich an dessen Empfehlungen halten.
Es handelt sich um eine Krebsart, die durch Polypen im Kolon, also im Dickdarm, verursacht wird. Der Kolonkrebs, der vor allem in westlichen Ländern häufiger vorkommt, steht weltweit an 3. Stelle hinsichtlich der Häufigkeit. Bei der Entstehung von Kolonkrebs, deren genaue Ursache unbekannt ist, spielen Umwelt- und genetische Faktoren eine Rolle. Kolonkrebs kann sowohl aus dem Boden eines im Kolon entstandenen Polypen als auch aus der Schleimhaut entstehen, die die Innenfläche auskleidet.
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Web- und medizinischer RedaktionsbeiratVon einem Facharzt geprüft
Doz. Dr. S. Hilmi AksoyInterventionelle RadiologiePrüfdatum: 02. November 2026Kontakt
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