Was ist Lungenkrebs?
Lungenkrebs, der heimtückisch voranschreitet, gehört zu den riskantesten Krebsarten weltweit. Er entsteht durch die unkontrollierte Vermehrung von Zellen, die zur Bildung von Tumoren im Lungengewebe führen. Obwohl der Tumor zunächst in der Lunge entsteht, kann er in späteren Stadien auch andere umliegende Gewebe wie die Leber, das Gehirn, die Knochen und die Nebennieren erreichen und eine neue Bedrohung darstellen.
Was sind die Symptome?
Die frühen Symptome von Lungenkrebs sind:
- Besonders anhaltender Husten, der mit dem Rauchen verbunden ist
- Blutiger Auswurf
- Atemnot
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Schulterbeschwerden, die beim Husten zunehmen
- Schwierigkeiten beim Essen
- Heiserkeit
- Keuchende Atmung
Wenn die Krebszellen auf andere Gewebe übergreifen, können auch Symptome wie Knochenschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und herabhängende Augenlider auftreten. Lungenkrebs zeigt in den frühen Stadien nicht immer offensichtliche Symptome und entwickelt sich über Jahre hinweg langsam. Dies erschwert die Diagnose der Krankheit. Daher kann es lebensrettend sein, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie Beschwerden in Bezug auf die oben genannten Symptome haben.
Was sind die Stadien des Lungenkrebses?
Lungenkrebs wird in 4 Hauptstadien unterteilt, je nach Größe des Tumors und dem Bereich, in dem er sich ausgebreitet hat.
Stadium 1
Die Krebszellen sind maximal 5 cm groß und befinden sich nur in den Lymphknoten.
Stadium 2
Die Krebszellen sind zwischen 5 und 7 cm groß und haben sich auf den Brustkorb und das Zwerchfell ausgebreitet.
Stadium 3
Die Krebszellen sind größer als 7 cm. Sie haben sich auf die Lymphknoten außerhalb der Lunge ausgeweitet und erreichen auch die Hauptbronchien, das Herz im Brustbereich und die Rippen.
Stadium 4
Die Krebszellen haben sich auf andere Organe ausgebreitet.
Was sind die Ursachen von Lungenkrebs?
Lungenkrebs tritt am häufigsten bei Personen über 65 Jahren auf, wobei einer der größten Risikofaktoren der Konsum von Zigaretten und Tabak ist. Sowohl Raucher als auch passive Raucher, die lange Zeit dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind, haben ein hohes Risiko. Darüber hinaus sinkt das Krebsrisiko bei ehemaligen Rauchern nach durchschnittlich 5 Jahren erheblich.
Außerdem gehören Personen mit einer familiären Vorgeschichte von Lungenkrebs, langfristiger Luftverschmutzung, Radon-Gas-Inhalation und Asbestexposition ebenfalls zur Risikogruppe.

Früherkennung von Lungenkrebs
Die Früherkennung von Lungenkrebs war in der Vergangenheit schwierig, ist jedoch mit der heutigen Technologie einfacher geworden, solange man nicht zu spät kommt. Personen, die mit den oben genannten Beschwerden ins Krankenhaus kommen, erhalten zunächst ein Röntgenbild der Lunge. Bei Patienten, bei denen ein Tumor in der Lunge sichtbar ist, können eine oder mehrere der folgenden Screening-Tests angefordert werden: Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Positronen-Emissions-Tomographie (PET-Scan). Außerdem wird durch eine Biopsie ein Stück des Tumors entnommen, und durch pathologische Untersuchung wird der Typ der Krebszelle bestimmt. Diese Verfahren liefern detaillierte Informationen über die Art, das Stadium und den Ausbreitungsgrad des Krebses.
Die Früherkennung von Lungenkrebs spielt eine wichtige Rolle im Verlauf der Krankheit und deren Bekämpfung. Daher wird insbesondere Personen, die rauchen und schmutziger Luft ausgesetzt sind, empfohlen, ab dem 40. Lebensjahr mindestens einmal oder zweimal jährlich ein Röntgenbild der Lunge machen zu lassen.
Wie wird Lungenkrebs behandelt?
Bei Patienten, bei denen Lungenkrebs diagnostiziert wurde, wird je nach Alter, allgemeinem Gesundheitszustand, Art und Stadium des Tumors ein geeigneter Behandlungsplan mit einem multidisziplinären Ansatz erstellt. In der Regel wird bei der Behandlung von Tumoren im frühen Stadium eine chirurgische Intervention bevorzugt. Ziel ist es, das krebserkrankte Gewebe durch einen chirurgischen Eingriff zu entfernen. Eingriffe, bei denen der gesamte Lappen entfernt wird, werden als Lobektomie bezeichnet, während Eingriffe, bei denen einer der Lungen entfernt wird, als Pneumonektomie bezeichnet werden.
In späteren Stadien können zusätzlich Chemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie angewendet werden.

